10.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der Papst warnte vor der Rauschwirkung von Sex
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Pontifex hat dazu aufgerufen, sich keine falschen Vorstellungen über die Liebe zu machen. Gläubige könnten es nicht zulassen, dass die Vorherrschaft der Technologie den Wert der Liebe und die Heiligkeit des Lebens zerstöre.
Papst Benedikt XVI. hat besonders von Jugendlichen gefordert, den wahren Sinn der Liebe zu lernen und sich keinen falschen Vorstellungen hinzugeben. Das sagte das katholische Kirchenoberhaupt vor Teilnehmern eines Kongresses anlässlich des 40. Jahrestages der 1968 von Papst Paul VI. veröffentlichten Enzyklika «Humanae Vitae».
«Wenn die Ausübung der Sexualität sich in eine Droge verwandelt, die den Partner den eigenen Sehnsüchten und Interessen unterwirft, ohne die Zeiten der geliebten Person zu respektieren, dann geht es nicht mehr nur darum, das wahre Verständnis von Liebe zu verteidigen, sondern zuallererst die Würde der Person überhaupt», sagte Benedikt. Gläubige könnten es nicht zulassen, dass die Vorherrschaft der Technologie den Wert der Liebe und die Heiligkeit des Lebens zerstört, fügte er hinzu.
Enzyklika verbietet Gebrauch von Verhütungsmittel«Sich falsche Vorstellungen über die Liebe zu machen oder sich Illusionen hinzugeben, was die ursprüngliche Verantwortung angeht, die wahrzunehmen man aufgerufen ist, wenn man seine Sexualität ausübt, gereicht einer Gesellschaft nicht zu Ehre, die für sich die Prinzipien von Freiheit und Demokratie in Anspruch nimmt.»
Die Enzyklika ist bereits seit ihrer Veröffentlichung umstritten, weil sie jeglichen Gebrauch von Verhütungsmitteln verbietet und nur natürliche Empfängnisverhütung erlaubt. Die Tagung zum 40. Jahrestag fand in der Päpstlichen Lateran-Universität statt. (dpa)