08. Mai 2008 07:30
Während vier UN-Flugzeuge mit Hilfsmitteln nach Birma unterwegs sind, hat ein Fernsehreporter mit einer eingeschmuggelten Kamera die katastrophale Lage dokumentiert: Menschen ohne Trinkwasser warten auf Trümmerbergen.
Zuvor hatte es scharfe internationale Kritik an massiver Behinderung der Hilfseinsätze durch die Militärregierung in Rangun gegeben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an die Junta, der internationalen Unterstützung den Weg zu ebnen. Die Regierung solle auf die «Angebote zur Unterstützung und Solidarität eingehen, die Einreise von Hilfskräften erleichtern und die Hilfslieferungen genehmigen», sagte der UN-Chef in New York. Frankreich will sogar den UN-Sicherheitsrat einschalten. Es müsse geprüft werden, ob «die Regierung gezwungen werden» könne, «die unerlässliche Hilfe ins Land zu lassen», sagte Außenminister Bernard Kouchner in Paris.Der Zyklon «Nargis» könnte in Birma nach Einschätzung einer US-Diplomatin 100.000 Menschen das Leben gekostet haben. 95 Prozent der Gebäude in den betroffenen Gebieten seien zerstört, sagte Shari Villarosa, die Leiterin der US-Botschaft in Rangun. Die staatlichen birmanischen Medien bezifferten die Zahl der Toten am Mittwoch auf knapp 23.000, mehr als 42.000 Menschen galten demnach als vermisst. Rund eine Million wurden obdachlos. (dpa/AP)