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Wegen Kindesmissbrauch: 

Interpol fahndet im Internet nach Pädophilem

06. Mai 2008 11:48
Dieses Fotos soll die Identität des Unbekannten aufdecken
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Seit zwei Jahren sucht die internationale Polizeiorganisation nach einem Mann, der Jungen aus Südostasien sexuell missbraucht haben soll – vergeblich. Online veröffentlichte Fotos sollen ihn enttarnen.

Gut sieben Monate nach der ersten weltweiten Internetfahndung nach einem Kinderschänder hat Interpol erneut die Öffentlichkeit zur Mithilfe aufgerufen. Die Polizeiorganisation veröffentlichte am Dienstag unter anderem auf ihrer Internetseite eine Serie von Bildern eines mutmaßlichen Pädophilen. Diese seien auf dem Computer eines verurteilten Kinderschänders sowie im Internet gefunden worden.

Name, Nationalität und Aufenthaltsort des Mannes seien unbekannt. Die Bilder zeigen einen über 50-jährigen Mann mit leicht schütteren, grauen Haaren und Brille zu sehen. Insgesamt gebe es gut 100 Bilder, die vermutlich in Südostasien aufgenommen worden seien, hieß es. Der Mann missbrauche darauf mindestens drei verschiedene Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren.

Potenzielle Opfer schützen

Die norwegische Polizei habe im März 2006 die ersten derartigen Bilder gefunden. «Weltweit haben die Behörden alles, was möglich ist, getan, um diesen Mann zu fassen, der ganz klar eine Gefahr für kleine Kinder ist», sagte Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble. Es sei trotz zweijähriger Untersuchungen nicht gelungen, die Identität des Mannes, seine Nationalität oder seinen Aufenthaltsort zu ermitteln. «Darum rufen wir jetzt die Öffentlichkeit auf, zu helfen, diesen Verbrecher zu identifizieren und potenzielle Opfer vor Missbrauch zu schützen.»

Nach einer weltweiten Jagd hatte Interpol vergangenen Oktober einen 32 Jahre alten Kanadier festgenommen, der mehr als 200 Bilder von sich ins Internet gestellt hatte, auf denen er Kinder missbraucht. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann, der auch «Vico» genannt wird, bis zu 20 Jahre Haft. Spezialisten des Bundeskriminalamtes hatten entscheidenden Anteil an der Festnahme. «Bei unserem Aufruf im vergangenen Jahr waren es die Informationen der Öffentlichkeit, die geholfen haben, Christopher Paul Neil zu identifizieren», sagte Noble. (dpa/AP)

 
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