03. Mai 2008 09:31
Es ist ein schreckliches Verbrechen, aber auch ein schwerer Imageschaden für Österreich - so kurz vor der Fußball-Europameisterschaft. Bundeskanzler Gusenbauer hat sein Land nach dem Fall Amstetten verteidigt.
Wenige Wochen vor der Fußball-Europameisterschaft in seinem Land wolle sich Österreich «als das darstellen, was es ist: ein Land mit höchstem sozialen Standard, Lebensqualität und wirtschaftlichem Erfolg», sagte Gusenbauer. Österreich könne «nicht für die Schandtat eines Einzelnen verantwortlich gemacht werden». Seine Regierung prüfe derzeit «alle Gesetze, die mit diesem Verbrechen in irgendeinem Zusammenhang stehen» und suche nach Verbesserungen, die ähnliche Taten in Zukunft, wenn möglich, verhindern könnten. Gusenbauer, selbst Vater einer Tochter, erklärte: «Dieses Verbrechen geht allen unter die Haut. Unsere Aufgabe ist es jetzt, alles zu tun, um den Opfern zu helfen.» Was immer an finanziellen Mitteln notwendig sein werde, so der Regierungschef, «werden wir sehr unbürokratisch zur Verfügung stellen. Aber mit Geld allein wird es nicht getan sein.» (dpa)