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Inzest-Verbrechen in Amstetten: 

Gusenbauer warnt vor Verdammung Österreichs

03. Mai 2008 09:31
Gusenbauer sorgt sich um das Image Österreichs
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Es ist ein schreckliches Verbrechen, aber auch ein schwerer Imageschaden für Österreich - so kurz vor der Fußball-Europameisterschaft. Bundeskanzler Gusenbauer hat sein Land nach dem Fall Amstetten verteidigt.

Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat die internationalen Medien davor gewarnt, nach dem Inzest-Verbrechen von Amstetten ganz Österreich und seine Bewohner zu verurteilen. Der «Bild»-Zeitung sagte er: «Es gibt keinen Fall Amstetten, keinen Fall Österreich, sondern ein grausliches Gewaltverbrechen.» Sein Land wehre sich dagegen, «dass von einigen ausländischen Medien versucht wird, aus diesem entsetzlichen Verbrechen etwas spezifisch Österreichisches zu konstruieren.»

Wenige Wochen vor der Fußball-Europameisterschaft in seinem Land wolle sich Österreich «als das darstellen, was es ist: ein Land mit höchstem sozialen Standard, Lebensqualität und wirtschaftlichem Erfolg», sagte Gusenbauer. Österreich könne «nicht für die Schandtat eines Einzelnen verantwortlich gemacht werden». Seine Regierung prüfe derzeit «alle Gesetze, die mit diesem Verbrechen in irgendeinem Zusammenhang stehen» und suche nach Verbesserungen, die ähnliche Taten in Zukunft, wenn möglich, verhindern könnten.

Gusenbauer, selbst Vater einer Tochter, erklärte: «Dieses Verbrechen geht allen unter die Haut. Unsere Aufgabe ist es jetzt, alles zu tun, um den Opfern zu helfen.» Was immer an finanziellen Mitteln notwendig sein werde, so der Regierungschef, «werden wir sehr unbürokratisch zur Verfügung stellen. Aber mit Geld allein wird es nicht getan sein.» (dpa)


 
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