Frust im Aufstiegskampf:
Die «Fohlen» verlieren ihre Souveränität
Noch zehrt das Team von dem Vorsprung an der Spitze, doch im Rennen um den Aufstieg spürt der fünfmalige deutsche Meister den heißen Atem der Konkurrenz im Nacken. «Die Mannschaft hat genug Erfahrung und Stärke, um aus dieser Situation heraus zu kommen. Wir werden wieder zu alter Stärke finden», versprach Luhukay.
Nach dem ersten Pflichtspielsieg überhaupt in Mönchengladbach freute sich der Mainzer Coach Jürgen Klopp über die «big points». «Wir hatten einige Zeit keinen Sieg, das fühlt sich jetzt gut an», meinte der Trainer nach dem letztlich glücklichen Punkte-Dreier durch den zehnten Saisontreffer von Felix Borja in der 3. Minute. «Den Vorsprung haben wir gegen eine Mannschaft mit unglaublicher Qualität leidenschaftlich verteidigt und das Glück erzwungen», sagte Klopp, der sich auch bei Torhüter Daniel Ischdonat bedankte: «Er hat uns heute gerettet.»
Dabei standen die Gäste nach drei Spielen ohne Sieg und wachsender Kritik aus dem Umfeld ebenso unter Druck wie die Mönchengladbacher. «Immer dann, wenn die Stimmung in Mainz zu kippen droht, machen wir die besten Spiele», meinte Heidel. Ein Endspiel um den Aufstieg sei das aber keineswegs gewesen. «Auch wenn wir nicht gewonnen hätten, wäre nichts verloren gewesen», sagte Heidel. (nz/dpa)

