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Waldlauf statt Fußballspiel: 

Drohender Hooligan-Aufmarsch

03. Sep 2008 17:37
Mythos FCK? Hooligans zwangen die Lauterer zur Spielabsage.
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Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison musste der 1. FC Kaiserslautern aufgrund von Sicherheitsbedenken ein Fußballspiel absagen. In beiden Fällen reagierte der Verein auf angekündigte Randale von Hooligans.

«Erhebliche Sicherheitsbedenken» haben in der Pfalz erneut zu einer Absage eines attraktiven Fußballspiels geführt. Zweitligist 1. FC Kaiserslautern waren die Gefahren für ein am kommenden Freitag im südpfälzischen Weingarten geplantes Freundschaftsspiel gegen den alten Bundesliga-Rivalen Karlsruher SC zu groß. Gewaltbereite Hooligans hatten im Vorfeld der Partie im Internet einen Aufmarsch angekündigt. Die Lauterer Profis werden nach Vereinsangaben vom Mittwoch stattdessen einen Waldlauf absolvieren.

Die Polizei hatte frühzeitig Bedenken geäußert, dieses Spiel «auf halbem Weg» zwischen Kaiserslautern und Karlsruhe in dem kleinen Stadion von Weingarten auszutragen, zumal es dort keinerlei ausreichende Sicherheitseinrichtungen gibt. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen bestätigte, aus ähnlichen Erwägungen sei auch eine Verlegung des Spiels ins Ludwigshafener Südweststadion nicht zustande gekommen.

«Es ist unbegreiflich»

Polizei, Stadtverwaltung und der 1. FC Kaiserslautern waren sich nach Angaben von Thomas Gerling, Leiter der Sportsparte der Stadtverwaltung Ludwigshafen, darin einig, dass auch in dem bundesliga-erprobten Südweststadion, wo sieben Jahre lang der SV Waldhof Mannheim seine Bundesliga-Heimspiele ausgetragen hat, die Sicherheit der Zuschauer nicht gewährleistet werden könne. Sportdezernent Wolfgang van Vliet: «Es ist unbegreiflich - aber wir mussten aus Gründen der Sicherheit für die Zuschauer trotz unserer historischen Freundschaft zum 1. FC Kaiserslautern auf dieses Spiel verzichten.»

Bereits am 2. August hatte der 1. FC Kaiserslautern ein Testspiel gegen Eintracht Frankfurt ersatzlos abgesagt. Auch damals hatten Sicherheitskräfte beider Vereine Bedenken wegen gewaltbereiter Hooligans vorgebracht. Die Pfälzer hatten außerdem das Heimspiel Regionalliga-Mannschaft gegen Wormatia Worms auf den Tag vorverlegt, an dem die Profis zum Zweitligastart beim FSV Mainz 05 antraten. Dadurch sollten die eigenen gewaltbereiten Anhänger gegen die ebenfalls als «problematisch» bewerteten Wormser «außer Gefecht» gesetzt werden. (dpa)

 
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