32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga:
Jena dankt ab, Jubel in Kaiserslautern
06. Mai 2008 19:22
 |  Erleichterung in Rot: Stefan Lexa (l.) und Sven Müller vom FCK | Foto: dpa |
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Während der krisengeschüttelte 1. FC Kaiserslautern nach dem Erfolg über den FC St. Pauli zumindest bis zum Mittwoch über dem Strich steht, gehen in Jena nach einem hoch verlorenen Schicksalsspiel die Lichter aus.
Der 1. FC Kaiserslautern darf weiter auf seine Rettung hoffen - Carl Zeiss Jena dagegen steht nun auch rechnerisch als erster von vier Absteigern aus der 2. Bundesliga fest. Die Thüringer haben nach einer auch in dieser Höhe verdienten 0:5-Niederlage am Dienstagabend im Abstiegs-Duell beim FC Erzgebirge Aue keine Chance mehr, die Klasse zu halten.
Aue wahrte seinerseits mit dem deutlichen Heimsieg am drittletzten Spieltag seine minimalen Hoffnungen auf den Klassenverbleib, ebenso wie der SC Paderborn. Die Ostwestfalen besiegten 1860 München mit 2:1.
Eine Nacht über dem Strich
Für Aue und Paderborn stehen nach 32 Spielen jeweils 30 Punkte zu Buche, den fünf Zähler entfernten rettenden 14. Platz belegt vorerst Kaiserslautern. Die Pfälzer hielten zum Auftakt des 32. Spieltages dem großen Druck stand, besiegten den FC St. Pauli mit 2:0 und zogen mit 35 Zählern zumindest für eine Nacht an Kickers Offenbach (34) vorbei. Die Hessen spielen an diesem Mittwoch beim Aufstiegs-Aspiranten SC Freiburg. Für den VfL Osnabrück geht das Zittern nach einem torlosen Remis im Heimspiel gegen Greuther Fürth bei 36 Punkten ebenfalls weiter.
Mönchengladbach plant die Aufstiegsfeier
Im zweiten Teil des drittletzten Spieltags steht am Mittwoch der Fünfkampf um die drei Aufstiegsplätze im Vordergrund. Dabei kann der souveräne Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach mit einem Sieg im Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden die direkte Rückkehr in die Bundesliga perfekt machen. «Wir haben die Chance, das große Ziel zu verwirklichen», sagte Borussen-Coach Jos Luhukay; es wäre nach 1965 und 2001 der dritte Aufstieg des fünfmaligen deutschen Meisters in die Bundesliga. Die beiden weiteren Aufstiegsplätze haben aktuell der FSV Mainz (55 Punkte) und der 1. FC Köln (54) inne, dicht dahinter lauern Aufsteiger 1899 Hoffenheim (53) und der SC Freiburg (52).
Zittern in Kaiserslautern
33.615 Zuschauer litten und jubelten in Kaiserslautern mit ihrem FCK, der gegen St. Pauli durch Verteidiger Sven Müller in der 21. Minute in Führung ging. Das Zittern ging noch einige Zeit weiter, weil Stefan Lexa kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Foulelfmeter an Pauli-Keeper Benedikt Pliquett scheiterte. Erst Steffen Bohl (52.) machte nach der Pause den achten Saisonsieg der Pfälzer perfekt. Fiete Sykora (21.), Tom Geißler (37.), Florian Heller (66.) und zwei Mal Jiri Kaufman (68./88.) erhielten Erzgebirge Aue die Hoffnung auf ein Wunder. Vereinspräsident Uwe Leonhardt blieb realistisch, was die Chancen auf den Klassenverbleib angeht: «Wir müssen gewinnen - und die anderen müssen patzen.» Jena versagte im Spiel der letzten Chance und ist nach zwei Jahren 2. Liga wieder drittklassig.
Paderborn und Aue hoffen
Die Hoffnungen auf eine Paderborner Rettung vor dem Sturz in die neue 3. Liga erhielten Sören Gonther (37.), Erwin Koen (48.) und «Löwe» Markus Thorandt mit einem Eigentor (90.). Daniel Bierofka (62.) erzielte den 1:2-Anschlusstreffer für die Münchner. Die Nullnummer im Heimspiel gegen Fürth brachte Osnabrück nicht viel, zumal nach der Gelb-Roten Karte für Stephan Schröck (63.) in Überzahl mehr drin war.
Die Ergebnisse der Dienstagsspiele des 32. Spieltags:
SC Paderborn 07 – 1860 München 3:1 (1:0)
VfL Osnabrück – SpVgg Greuther Fürth 0:0
Erzgebirge Aue – FC Carl Zeiss Jena 5:0 (2:0)
1. FC Kaiserslautern – FC St. Pauli 2:0 (1:0)
(nz/dpa)