06. Mai 2008 17:10
TuS Koblenz ist mit dem Versuch, den Punktabzug in der laufenden Zweitliga-Saison abzuwenden, im ersten Anlauf gescheitert. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.
«Wir werden bis Mittwochmittag Einspruch einlegen», kündigte TuS- Geschäftsführer Wolfgang Loos an. Damit kommt es zur mündlichen Verhandlung in zweiter Instanz beim Liga-Vorstand. Rechtsanwalt Christoph Schickhardt ist mit der Wahrung der Klub-Interessen beauftragt und sieht gute Chancen, das Urteil zu kippen. «Die DFL hat sich nicht ausreichend mit unserem Vortrag beschäftigt und die tatsächliche sowie rechtliche Problematik nach wie vor verkannt.» Für den Juristen hätten sich keine neuen Erkenntnisse aus der DFL-Mitteilung ergeben.Koblenz droht durch den höchsten Punktabzug in der Bundesliga-Geschichte der Zweitliga-Abstieg, hat aber vor dem Match am Mittwoch bei 1899 Hoffenheim mit 35 Zählern noch ein Polster von drei Punkten auf einen Abstiegsplatz. Der Verein sieht sich von der DFL zu Unrecht wegen arglistiger Täuschung bestraft, weil er sich vom ehemaligen Geschäftsführer Hermann Gläsner ebenfalls hintergangen fühlt.