Confed-Cup - Bezaubernde Auslosung: 

netzeitung.deDie Schönsten ziehen die Besten

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Schön, schöner, am schönsten: Miss Brasilien, Miss Südafrika und die Miss World (v.l.) (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schön, schöner, am schönsten: Miss Brasilien, Miss Südafrika und die Miss World (v.l.)
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Auslosung zum Confederations Cup 2009 in Südafrika geriet zur glamourösen Show. Alle Schönheitsköniginnen der acht Teilnehmerländer zogen auf der Bühne die Lose und bescherten der Fußballwelt einen Klassiker.

Miss Südafrika hat ihrem Heimatland bei der WM-Generalprobe ein Duell der Fußball-Giganten beschert. Durch das glückliche Händchen der Miss-World-Kandidatin Tansey Coetzee treffen Rekordchampion Brasilien und Weltmeister Italien schon in der Vorrunde des Confederations Cup aufeinander und kämpfen bei der Mini-WM vom 14. bis 28. Juni 2009 in der Gruppe B mit Ägypten und den USA um den Einzug ins Halbfinale. «Das wird besonders schwer bei diesen Gegnern», sagte Italiens Co-Trainer Narciso Pezotti, der den am Samstag bei der Auslosungszeremonie in Johannesburg abwesenden Nationalcoach Marcello Lippi vertrat.

Leichtes Los für den Gastgeber
Für den durch das Setzsystem des Weltverbandes Fifa ohnehin begünstigten Gastgeber Südafrika waren Miss South Africa und die sieben weiteren Schönheitsköniginnen aus den Teilnehmerländern auf der Bühne des Convention Centers echte Glücksfeen. Der Ausrichter erwischte die wohl leichteste Gruppenkonstellation. Das «Bafana- Bafana-Team» bestreitet am 14. Juni im Ellis Park von Johannesburg das Eröffnungsspiel gegen Asienmeister und Confed-Cup-Neuling Irak. Weitere Gegner in der Gruppe A sind Ozeanien-Champion Neuseeland (17. Juni/Rustenburg) und - als stärkster Kontrahent - Europameister Spanien (20. Juni/Bloemfontein).

Die ungerecht wirkende Gruppenaufteilung zu erklären, verlangte von den Trainern höchste diplomatische Kunst. «Wir spielen gegen starke Mannschaften. Sie kommen nicht her, um spazieren zu gehen. Alle sind Meister ihrer Regionen», sagte Südafrikas brasilianischer Nationalcoach Joel Santana. Und Spaniens Trainer Vicente del Bosque sagte: «Ich bin froh, an diesem Turnier teilzunehmen, in diesem wunderschönen Land. Wir müssen jedem Team Respekt entgegenbringen.» Etwas säuerlicher hörte sich der Kommentar des in die schwere B-Gruppe gelosten US-Coaches Bob Bradley an. «Wir wussten, dass wir vor einer Herausforderung stehen.»

Blatters Abwesenheit
Noch glücklicher als über das Los dürften die Gastgeber über die perfekte Auslosungsshow gewesen sein, bei der sich die permanent und hart kritisierten Veranstalter als perfekte Organisatoren zeigten. Fifa-Präsident Joseph Blatter, der Confed Cup und WM als «seine Turniere» und sich selbst gerne als «stolzen Afrikaner» bezeichnet, weilt derzeit bei der U-20-WM der Frauen in Chile und verpasste eine gelungene Zeremonie mit afrikanischen Musik-und Tanzmotiven.

Problembereiche wie Transport- und Sicherheitsfragen wurden am Rande der Auslosung aber nicht ausgespart. «Für die Fifa hat Sicherheit oberste Priorität. Die WM wird die sicherste sein, die wir jemals organisiert haben», versprach der Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke. Gleiches soll natürlich auch für den Confed Cup gelten. OK-Chef Irvin Khoza versicherte: «Wir werden Euch nicht enttäuschen.»

Brasilien vs. Italien
Die Auslosung verhinderte ein politisch brisantes Vorrunden-Duell zwischen den USA und dem Irak. Zum sportlichen Gipfeltreffen kommt es nun am südafrikanischen Regierungssitz Pretoria, wenn dort am 21. Juni Brasilien und Italien im Loftus Versfeld Stadion zum letzten Gruppenspiel gegeneinander antreten. Erstmals seit dem von Brasilien im Elfmeterschießen 3:2 gewonnenen WM-Finale 1994 treffen die mit zusammen neun WM-Titeln dekorierten Teams in einem Wettbewerb wieder aufeinander. (dpa)