Im dritten Vergleich mit dem europäischen Fußball-Winzling unterschätzte das Löw-Team den 130. der Rangliste nicht. Mit direkten Flachpass-Kombinationen entwickelten die Deutschen Dauerdruck - und konnten sich zudem auf ihre Defensive verlassen. Vor dem Hannoveraner Robert Enke, der auch in seinem zweiten Spiel als deutsche Nummer 1 erneut sein Tor sauber hielt, gingen auch die «Greenhorns» Serdar Tasci (Stuttgart) und Heiko Westermann (Schalke) abgeklärt zur Sache - ohne jedoch über die 90 Minuten ernsthaft gefordert zu werden. Nach dem Seitenwechselt forcierten die Gäste noch einmal das Tempo. Diesmal dauerte es nur drei Minuten, ehe der überragende Podolski auf 2:0 erhöhte - wieder nach feinem Kurzpassspiel mit Trochowski, der seine Chance nutzte und das Vertrauen von Löw rechtfertigte. Erneut Podolski mit einem Volleyschuss (51.) und eine Minute später Hitzlsperger verpassten aus aussichtsreichen Positionen.
Besser machten es wenig später Rolfes, Schweinsteiger, Hitzlsperger und Westermann. Bayern-Profi Schweinsteiger hatte gerade die Kapitänsbinde von Klose übernommen, als ihm das 4:0 gelang. (Klaus Bergmann und Arne Richter, dpa)