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Start in die Qualifikation zur WM 2010: 

Löw setzt auf Enke, Frings und Ballack

27. Aug 2008 16:53
Robert Enke (l.) und Bundestrainer Jogi Löw
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Im Vorfeld des Qualifikations-Auftakts in Liechtenstein gibt der Bundestrainer erste Entscheidungen bekannt: Enke bleibt die Nummer 1, die etablierten Mittelfeldspieler kehren nach Verletzungen in den Kader zurück.

Zehn Tage vor dem Start in die Qualifikation für die WM 2010 hat sich Bundestrainer Joachim Löw in der T-Frage festgelegt. Der Hannoveraner Keeper Robert Enke soll wie erwartet im Tor stehen, wenn es am 6. und 10. September mit Spielen in Liechtenstein und Finnland wieder um Punkte geht. «Man kann davon ausgehen, dass er in Vaduz und Helsinki wieder die Nummer 1 ist», teilte Löw am Mittwoch mit.

Per Mertesacker, René Adler und Arne Friedrich werden nach ihren Verletzungen noch nicht berücksichtigt. Kapitän Michael Ballack und Torsten Frings kehren nach ihrer Zwangspause zum Saison-Auftakt gegen Belgien (2:0) in den Kreis der Nationalspieler zurück. «Es sieht gut aus. Beide befinden sich wieder in einer guten Verfassung», erklärte Löw.

Friedrich pausiert

Am Freitag will der Bundestrainer einen mindestens 20-köpfigen Kader für die beiden ersten WM-Ausscheidungsspiele auf dem Weg nach Südafrika und das Abschiedsspiel für Oliver Kahn zuvor in München benennen. Für das Tor dürfte neben dem Hannoveraner Enke auch wieder der Bremer Tim Wiese nominiert werden.

Nicht dabei sein werden der Bremer Mertesacker, der nach einem Meniskus-Einriss zu Wochenbeginn bei Werder wieder mit leichtem Training begonnen hat, der an der Schulter operierte Leverkusener Adler sowie Friedrich. Der Berliner hatte sich mit Löw auf eine Pause verständigt, um mit einem individuellen Fitness-Programm wieder auf Top-Niveau zu kommen. Der 29 Jahre alte Abwehrspieler hatte wegen eines Anbruchs des Querfortsatzes am zweiten Lendenwirbel einen Großteil der Saison-Vorbereitung verpasst, spielt aber bei Hertha wieder. «Sie sollen erst wieder fit werden und nichts überstürzen», sagte Löw zu den Ausfällen.

Kahns Abschiedsspiel als Aufgalopp

Beim Test gegen Belgien hatten ihm nach der Absage von Ballack, Frings und Jermaine Jones nur noch 16 Feldspieler zur Verfügung gestanden. Dieses Mal kündigte der 48-Jährige ein mindestens 20 Spieler umfassendes Aufgebot an. Möglicherweise bekommt Tim Borowski eine neue Chance, der sich bei seinem neuen Verein FC Bayern München nach einer Verletzung wieder herangekämpft hat.

Für das Kahn-Abschiedsspiel am kommenden Dienstag in der Münchner WM-Arena hat Löw schon jetzt die Verletzungsvorsorge als einen entscheidenden Punkt genannt. «Hauptsache ist, dass wir Oliver Kahn einen schönen Abschied bereiten und die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Zudem soll sich keiner verletzen», bemerkte der Bundestrainer zum «lockeren Aufgalopp» für die WM-Qualifikation. Erst am Spieltag versammelt Löw sein Team in der Sportschule Oberhaching, wo auch nach der Kahn-Gala trainiert wird. Einen Tag vor der Pflichtaufgabe in Liechtenstein reist die DFB-Elf über Zürich nach St. Gallen, wo die Mannschaft Quartier bezieht. (dpa/nz)

 
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