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  • Spanien, Ukraine, Tunesien, Saudi-Arabien

  • Spaniens Reserve spielt um Gruppensieg
    23. Jun 2006 09:34

    Könnte zum Einsatz kommen: Stürmer Raul. Foto: AP
    Bild vergrößern
    Dem spanischen WM-Team reicht ein Unentschieden im letzten Vorrundenspiel zum Gruppensieg. Gegen die sieglosen Saudis werden sich deshalb einige unzufriedene Ersatzspieler beweisen können.
     
    Harmonie hat Priorität, ein Sieg nur untergeordnete Bedeutung. Spanien spielt in seiner letzten Vorrundenpartie der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Saudi-Arabien nicht nur um den Gruppensieg, sondern auch den «inneren Frieden». Trainer Luis Aragonés will beim Duell am Freitag in Kaiserslautern (16 Uhr/live auf Premiere) elf Reservisten auflaufen lassen.

    Pause für die Stammelf

    Mehr in der Netzeitung:
  • Löw: «Wissen, wie sie zu packen sind» 22. Jun 2006 12:43, ergänzt 15:08
  • Englands Panik vor Elfmetern 22. Jun 2006 13:52
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  • Spanier haben den längeren Atem 19. Jun 2006 21:47, ergänzt 23:26
  • Ukraine lässt Saudis keine Chance 19. Jun 2006 18:47, ergänzt 20:52
  • Schweiz und Ukraine unter Druck 19. Jun 2006 10:14
  • Ukraine gegen Spanien ohne Chance 14. Jun 2006 15:45, ergänzt 16:49
  • Damit verhilft der Coach einerseits der kompletten Stammelf zu einer Ruhepause. Andererseits gibt er unzufriedenen Spielern der zweiten Garnitur eine Bewährungschance. Vor allem ältere Stars wie Raúl oder Míchel Salgado sowie Torwart Santiago Cañizares konnten sich bislang mit dem Reservisten-Dasein wenig anfreunden. Ein besonderer Ansporn für die B-Elf: Sie könnte das 1000. Tor der spanischen Länderspiel-Geschichte erzielen, wenn sie wenigstens fünf Treffer zu Stande bringt.

    «Spanien spielt bislang den besten Fußball der WM», ist sich Aragonés sicher. Allein die Argentinier kämen an sein Team heran. «Alle anderen Mannschaften spielen auf einem niedrigen Niveau», sagte der Trainer dem Sportblatt «Marca». Allerdings räumt er ein: «Die Brasilianer sind erst bei 70 Prozent ihrer Fähigkeiten. Wenn sie 100 Prozent erreichen, muss man sich vor ihnen fürchten.»

    König als «Glücksbringer»

    Die Spanier haben in der letzten Runde der Gruppenspiele die beste Ausgangsposition aller WM-Teams: Sie sind für das Achtelfinale qualifiziert; für den Gruppensieg reicht ein Remis und vielleicht sogar eine knappe Niederlage. Eigentlich kann nichts schief gehen: Auf der Tribüne werden König Juan Carlos und Königin Sofía als «Glücksbringer» das Spiel miterleben.

    Saudi-Arabien hat nur eine theoretische Chance zum Weiterkommen. Die «Wüstensöhne» wollen vor allem ein Debakel wie beim 0:8 vor vier Jahren gegen Deutschland verhindern. Ihr Verbandschef Scheich Sultan Bin Fahad Abdulaziz verdoppelte laut «Marca» die Prämien. Bei einem Sieg über Spanien erhielte jeder Spieler 52.000 Euro.

    Torres weicht Raul

    Raúl darf bei der WM erstmals die Kapitänsbinde tragen. Er war zuletzt zu einem «Kapitän ohne Binde» geworden, weil er nicht zur Stammelf gehörte. Beim 3:1-Sieg über Tunesien trug er selbst zu Spekulationen über die Unzufriedenheit der Veteranen bei. Der Stürmer feierte seinen Treffer ausgiebig mit Míchel Salgado und Cañizares, die ebenfalls jüngeren Konkurrenten hatten weichen müssen. «Beim Jubel herrschte ein Hauch von geschlossener Gesellschaft», stellte die Zeitung «El País» fest. Aragonés will vom «Fall Raúl» nichts wissen: «Da werden Lügen verbreitet. Dazu sage ich nichts mehr.»

    Der Rückgriff auf die B-Elf ist auch eine gute Nachricht für den bisher vier Mal im Turnier erfolgreichen Miroslav Klose. Im Kampf um die Torjäger-Krone kann der spanische Rivale Fernando Torres (drei Treffer) sein Konto nicht erhöhen. «Ich hätte gerne gespielt», sagte der Stürmer von Atlético Madrid. Sein Coach hielt ihm entgegen: «Wer Torschützenkönig werden will, muss mit seinem Team sehr weit kommen. Allein das zählt.»

    Aragonés zieht über Gegner her

    Aragonés ist mit den Gedanken ohnehin bereits im Achtelfinale. «Die drei wahrscheinlichen Gegner gefallen mir alle nicht», sagte er. «Die Franzosen sind ein wenig alt und haben wenige Zähne. Aber Vorsicht vor ihren Reißzähnen!» Die Schweizer pflegten einen ähnlichen Stil wie die Spanier. Und an den Südkoreanern waren die Spanier bei der WM 2002 im Viertelfinale gescheitert. «Die Südkoreaner rennen von der ersten Minute an wie die Teufel», weiß der Coach. «Und da sie alle gleich aussehen, können sie in der Halbzeit ihre Elf austauschen, und niemand würde etwas davon merken.» (nz)




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