Togos Spieler erhalten ihre Prämien
20. Jun 2006 20:28
 |  Togos Spieler können jubeln. | | Foto: dpa |
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Der Prämienstreit bei den Togolesen ist beigelegt. Das Antrittsgeld der Fifa wird direkt an die Spieler ausbezahlt.
Der Fußball-Weltverband Fifa hat nach dem erbitterten Prämienstreit bei WM-Teilnehmer Togo die Auszahlung des Geldes an die Spieler übernommen. «Wir machen das auf Ersuchen des Verbandes», erklärte FIFA-Mediendirektor Markus Siegler am Dienstag in Berlin. Die Fifa bezahlt die Prämien vom Antrittsgeld von sieben Millionen Schweizer Franken (4,49 Mio. Euro). Diese Summe steht jedem WM-Teilnehmer zu. «Es ist eine Verrechnungssache», sagte Siegler. Über die Höhe der Prämie sowie über die Zahlungsmodalität und den Zeitpunkt der Auszahlung machte er keine Angaben.
Adebayor: Sache ist geregelt
«Ich habe keine Ahnung, woher das Geld kommt. Hauptsache, die Sache ist geregelt», sagte Togos Starspieler Emmanuel Adebayor am Dienstagabend im Mannschaftsquartier in Wangen im Allgau. Das hofft auch die Fifa. «Das Problem hat sich erledigt. Togo wird zu diesem Thema keine Schlagzeilen mehr machen», meinte Siegler. Formal zahle die Fifa das WM-Antrittsgeld - darin sind eine Million Schweizer Franken für die Vorbereitung und je zwei Millionen pro absolviertem Spiel enthalten - im Normalfall nur an die Verbände. «Man kann es ohne Einwilligung des Verbandes nicht anders machen», erklärte der Fifa-Sprecher. Es sei aber nicht das erste Mal, dass die Fifa so eine Vermittlerrolle übernehme. «Einige ähnliche Fälle hat es zuvor schon gegeben.»
Fifa sieht von Sanktionen ab Für Togo, Tabellen-Letzter der Gruppe G, geht eine turbulente WM am Freitag mit der Vorrundenpartie gegen Frankreich in Köln zu Ende. «Im Nachhinein war das Ganze nicht schön», sagte Siegler zum unrühmlichen Gastspiel des afrikanischen WM-Neulings. Die Fifa hatte mit ihrer massiven Intervention und einer angedrohten WM- Disqualifikation mit dazu beigetragen, dass die togoischen Spieler von einem angekündigten Streik absahen und am Montag gegen die Schweiz (0:2) antraten.Vor der Streikdrohung hatten die Spieler mit Funktionären ihres nationalen Verbandes die Zahlung einer Prämie von 50.000 Euro für jedes der 23 Kadermitglieder ausgehandelt. Ob sich nach der Eskalation diese Summe noch einmal verändert hat, blieb offen. (nz)
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