WM-Aus für Tschechien - Ghana weiter
22. Jun 2006 16:48, ergänzt 18:10
 |  Pavel Nedved (l.) und Francesco Totti | | Foto: dpa |
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Italien hat das Duell der WM-Favoriten gegen Tschechien gewonnen. Da Ghana gegen die USA ebenfalls siegte, bedeutete dies das WM-Aus für die Osteuropäer.
Italien hat das Duell gegen Tschechien in der spannungsgeladenen WM-Gruppe E mit 2:0 (1:0) gewonnen und zieht somit als Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Die vor der WM hoch eingeschätzte Mannschaft aus Osteuropa muss dagegen die Heimreise antreten, da Ghana im anderen Spiel der Gruppe E gegen die USA 2:1 siegte. Die Tore für Italien schossen Marco Materazzi (26.) und Filippo Inzaghi (87.). Italien trifft damit in der Runde der letzten 16 am Montag in Kaiserslautern auf den zweiten der Gruppe F.Italiens Trainer Marcello Lippi hatte Grund sein Team zu loben: «Das war ein tolles Spiel. Es ist gut für uns gelaufen. Das war aus vielen Gründen ein wichtiges Ziel. Wir wussten, dass wir gewinnen mussten. Ich spreche nicht über einzelne, aber Buffon war natürlich schon sehr stark.»
Toni bleibt draußen
Italiens Coach Marcello Lippi ließ Torjäger Luca Toni draußen und baute auf ein kompaktes Mittelfeld mit Superstar Francesco Totti als hängender Spitze. Die defensivere Ausrichtung war auch nötig, da die Tschechen die Anfangsphase vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Hamburger WM-Stadion klar bestimmten. Insbesondere Spielmacher Pawel Nedved gab den Takt seiner Mannschaft vor. Der nach seiner Verletzung zurückgekehrte Stürmer Milan Baros konnte sich jedoch nicht in Szene setzen. Überraschend gingen aber die Italiener in Führung. Der eingewechselte Materazzi - er war für Abwehr-Ass Alessandro Nesta gekommen - köpfte in der 26. Minute einen Eckball von Totti zum 1:0 ins Tor. Praktisch mit dem Pausenpfiff schwächte sich Tschechien selbst, als Jan Polak mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde.
Italien übernimmt Kommando In den zweiten 45 Minuten übernahmen zunächst die Italiener das Kommando auf dem Platz, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Von den in Rückstand liegenden Tschechen kam herzlich wenig. Durch den eingewechselten Jiri Stajner von Hannover 96 wurde es nicht besser. Allein Juve-Star Nedved brachte den ein oder anderen gefährlichen Schuss auf den Kasten von Gianluigi Buffon. Der eingewechselte Filippo Inzaghi verpasste in der 83. Minute die Vorentscheidung, als er völlig blank aus sieben Metern einen Kopfball neben das Tor setzte. (nz)
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