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  • USA, Tschechien, Italien, Ghana

  • Gyan bleibt für USA-Spiel gesperrt
    19. Jun 2006 21:57

    Asamoah Gyan
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Die Gelbsperre von Asamoah Gyan bleibt bestehen. Der ghanaische Verband hat die Fifa-Entscheidung akzeptiert.
     
    Ghana ist im Ausnahmezustand: Eigens für das entscheidende Gruppenspiel um den Einzug ins WM-Achtelfinale gegen die USA wurde in dem westafrikanischen Staat der halbe Donnerstag zum Feiertag ausgerufen. «In ganz Ghana herrscht eine ekstatische Stimmung», berichtete Randy Abbey, Sprecher des ghanaischen Fußball- Verbandes (GFA), am Montag in Würzburg aus der Heimat. Der 2:0-Erfolg am vergangenen Samstag gegen Tschechien war der erste WM-Sieg für den viermaligen Afrika-Meister.

    Essien: Stehen für ganz Afrika

    Mehr in der Netzeitung:
    «Das ist gut für Ghana und für ganz Afrika. Wir müssen jetzt ganz Afrika präsentieren», verkündete Mittelfeld-Star Michael Essien. Der künftige Team-Kollege von Michael Ballack beim FC Chelsea und mit 38 Millionen Euro Ablöse teuerste afrikanische Spieler war zum besten Akteur der Partie gewählt worden. Selbstbewusst schaute er schon vor dem USA-Spiel auf den möglichen Achtelfinal-Gegner Brasilien voraus. «Wir nehmen es mit jedem auf. Aber erstmal ist die USA dran», meinte der 23-Jährige.

    Ganz Ghana wird am Donnerstag mit den «Black Stars» fiebern. Die erste Enttäuschung gab es allerdings am späten Montagabend: Stürmer Asamoah Gyan wird gegen die Amerikaner nicht mitwirken können. Der Protest des GFA gegen die Sperre des Angreifers wurde abgewiesen, wie Abbey mitteilte. «Wir akzeptieren diese Entscheidung und werden nicht dagegen vorgehen», sagte Abbey. Zuvor hatte die Mehrheit der 21 Millionen Einwohner die Daumen für einen Einsatz Gyans gedrückt - vergebens. Gyan, der mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Tschechien als erster WM-Torschütze in Ghanas Chronik einging, hatte einen Foulelfmeter vor dem Anpfiff durch den Schiedsrichter vollstreckt und dafür seine zweite Gelbe Karte im Turnier gesehen.

    Gyan entschuldigt sich

    Der Stürmer erklärte, einen Pfiff gehört zu haben. Auch Tschechiens Torhüter Petr Cech hatte Referee Horacio Elizondo (Argentinien) auf einen Pfiff von der Tribüne aufmerksam gemacht. «Ich habe einen Pfiff von den Zuschauern gehört und dachte, es wäre der Pfiff des Schiedsrichters. Deswegen habe ich geschossen», sagte der Angreifer und fügte an: «Ich entschuldige mich bei allen Fans und Ghanaern für die zweite Gelbe Karte.»

    Fehlen wird mit Sulley Ali Muntari auch der zweite Torschütze wegen der zweiten Gelben Karte. Trotzdem bremst Trainer Ratomir Dujkovic die Euphorie nicht. «Ich gebe kein Statement zur US- Mannschaft ab. Aber sie müssen sich Sorgen machen, denn sie werden leiden», verkündete der Kroate. (nz)




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