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  • USA, Tschechien, Italien, Ghana

  • Italiens Toni kündigt Tor gegen USA an
    17. Jun 2006 11:53

    Luca Toni
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Italiens Torschützenkönig Luca Toni hat für die WM-Partie gegen die USA ein Tor angekündigt. Dessen Trainer Bruce Arena hat eine ganz besondere Verbindung zu den Südländern.
     
    Während die verunsicherten US- Boys schon im zweiten WM-Gruppenspiel um alles oder nichts kämpfen, träumen die selbstbewussten Italiener vom vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale. Nach dem mitreißenden 2:0-Auftakt gegen Ghana fordern die «Tifosi» des dreimaligen Weltmeisters gegen die USA eine Zugabe («Da Capo»).

    «Wir liegen nicht im Koma»

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  • «Wir werden die Begeisterung weiter anheizen», sagte Stürmer Alberto Gilardino und versprach für Samstag in Kaiserslautern ein Torfestival. Die Amerikaner allerdings geben sich nach der 0:3-Pleite gegen Tschechien noch nicht geschlagen: «Wir liegen nicht im Koma und wollen gewinnen», sagte US-Trainer Bruce Arena.

    Mehr als die rundum bewachte US-Mannschaft fürchtet der Titelkandidat um seine Sicherheit. Als Verbündeter der USA im Irak-Krieg fühlen sich die Italiener von Terroranschlägen bedroht. «Wir hoffen, dass es nicht gefährlich ist. Das Stadion ist voll und unsere Familien sind auch hier», sagte Gilardino.

    «Wir wissen, was ein Problem sein könnte. Wir verschließen nicht die Augen, aber es ist für uns besser, nicht darüber zu sprechen und nur an Fußball zu denken», sagte Italiens Trainer Marcello Lippi am Freitagabend. Die Amerikaner sind dagegen gelassen. In ihrem Quartier auf dem US- Luftwaffenstützpunkt Ramstein fühlen sie sich sicher wie in Abrahams Schoß.

    Klarer Favorit ist Italien, auch wenn Lippi ein «schweres Spiel» erwartet und auch Francesco Totti eindringlich vor Übermut warnte. «Es wäre ein großer Fehler zu glauben, dass die USA nach dem 0:3 gegen Tschechien schwach sind», sagte Lippi. Akribisch bereitete er sein Team mit Videoaufzeichnungen auf die Partie vor. «Das ist wichtig, da wir viele Spieler aus den USA ja nicht kennen», erzählte Andrea Pirlo.

    Alle Mann an Bord

    Erstmals hat Lippi alle Akteure zur Verfügung. In der Abwehr kehrt Gianlucca Zambrotta nach seiner Oberschenkelzerrung zurück, und Mittelfeldspieler Gennaro Gattuso sitzt zumindest wieder auf der Bank. Wie schon gegen Ghana bekommt der Römer Totti als Spielmacher den Vorzug vor dem immer unzufriedener und nervöser werdenden Alessandro Del Piero. Im Sturm läuft neben Gilardino wieder Luca Toni auf. «Gegen die USA will ich mein Tor machen», verkündete Italiens Torschützenkönig.

    Die beiden Stürmer flößen Arena mächtig Respekt ein: «Toni und Gilardino machen mir mehr Sorgen als Totti», gab der US-Coach zu, der sein Team offensiver als gegen Tschechien ausrichten und vermutlich neben Brian McBride eine zweite Spitze aufbieten will. «Der Plan ist noch geheim», meinte Arena, der seine Sympathien für Italien nicht verhehlen kann. «Meine Großeltern kommen aus Neapel und Sizilien. Ich mag Italien», berichtete er, schien dann aber überraschte Journalisten aus seinem Heimatland beruhigen zu wollen: «Ich fühle mich aber als Amerikaner.»

    Der bislang unumstrittene 54 Jahre alte Coach, der die US-Boys 2002 noch sensationell ins Viertelfinale geführt hatte, musste sich bereits Widerspruch anhören. Nachdem er einige Spieler kritisiert hatte, holten die zum Gegenschlag aus. Mittelfeldspieler DaMarcus Beasley beschwerte sich über zu viel Abwehrarbeit, sein Kollege Bobby Convey meinte gar, einige Spieler hätten gegen Tschechien gar nicht gewusst, was sie auf dem Platz tun sollten. Arena wies die Anschuldigungen empört zurück. «Mehr Vorbereitung als unsere Jungs hatten, kann es nicht geben. Wir waren höchstens überorganisiert.» (nz)




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