Versöhnlicher WM-Abschluss für Angola
21. Jun 2006 17:55, ergänzt 19:17
 |  Angolas Akwa (l.) mit dem Iraner Sohrab Bakhtiarizadeh | | Foto: AP |
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Angola hat am letzten Gruppenspieltag die große Sensation verpasst, durfte sich aber trotzdem über einen versöhnlichen WM-Abschluss freuen. Der Gegner aus dem Iran muss sich indes einen neuen Coach suchen.
In ihrem letzten Gruppenspiel bei der WM hat die Auswahl Angolas den ersten Sieg überhaupt bei einer Weltmeisterschaft verpasst. Nach dem 0:1 zum Auftakt gegen Portugal und dem torlosen Remis gegen Mexiko trennte sich die Mannschaft von Coach Luis Oliveira Goncalves von der Auswahl Irans mit 1:1 (0:0) und feierte damit immerhin den ersten WM-Torerfolg.
Chance vertan
Vor der Partie war rechnerisch sogar noch das Achtelfinale möglich gewesen. Bei einem deutlichen Sieg über Iran, z.B. 3:0, und einer gleichzeitigen Niederlage der Mexikaner gegen Portugal, wären die Angolaner noch in die Runde der letzten Sechzehn eingezogen. In einer schwachen Partie hatten die Iraner im ersten Durchgang die größeren Spielanteile. Der Bundesliga-Profi Vahid Hashemian von Hannover 96 vergab in der 27. Minute die bis dato größte Torchance, als er nach einer Ecke aufs Tor köpfte. Doch der Ball wurde noch auf der Linie geklärt.
Traum vom WM-Sieg geplatzt Auch in der zweiten Halbzeit wurde die Partie nicht besser - im Gegenteil. Nach fast einer Stunde war es dann endlich so weit: Nach einem Eckstoß köpfte Flavio gegen die Laufrichtung des iranischen Torwarts und sorgte damit für das 1:0 (60.). Schrab Bakhtiarizadeh machte dann eine gute Viertelstunde später den Traum der Angolaner vom ersten Sieg bei einer WM mit dem Ausgleichstreffer zunichte (76.). «Wir wollten uns mit einem Sieg von der WM verabschieden», sagte Irans Trainer Branko Ivankovic nach dem Spiel: «Die Spieler haben alles versucht.» Mit einer besseren Torausbeute wäre ein Sieg durchaus möglich gewesen, so der Coach: «Aber das ist Fußball: Manchmal trifft man halt nicht. Insgesamt können wir mit unserem Auftreten bei der WM zufrieden sein.»
Ivankovic sucht neue Herausforderung Ivankovic beendet nach dem Vorrunden-Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft seine Arbeit als Nationaltrainer des Irans. «Nach fünf Jahren sucht man sich eine neue Herausforderung. Es ist Zeit zu gehen», sagte der 52 Jahre alte Kroate nach der Partie in Leipzig.Zufrieden mit seiner Mannschaft war auch Ivankovics Gegenüber: «Meine Mannschaft kann erhobenen Hauptes von der WM nach Hause fahren», so Angola-Coach Goncalves. (nz)
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