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  • Mexiko, Iran, Angola, Portugal

  • Scolari kann Kritik nicht nachvollziehen
    12. Jun 2006 14:15, ergänzt 14:26

    Luis Figo
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Portugal hatte beim knappen Sieg gegen Angola mehr Mühe als erwartet. Ein Spieler machte jedoch den Unterschied aus.
     
    Ein Geniestreich von Luis Figo und der Torinstinkt von Pauleta bescherten den ambitionierten Portugiesen einen mühevollen WM-Auftaktsieg gegen die frühere Kolonie Angola, doch die Komplimente sammelten die tapfer kämpfenden Afrikaner. «Das war die erwartet schwere Partie für uns. Angola hat teilweise sogar das Spiel bestimmt», bekannte Portugals Trainer Luiz Felipe Scolari nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den WM-Debütanten. Doch die enttäuschende Vorstellung im zweiten Abschnitt quittierten viele der 45.000 Zuschauer im Kölner WM-Stadion mit Pfiffen. «Wir waren zu hochnäsig», kritisierte der wegen einer Blessur pausierende Spielmacher Deco.

    15 Spiele ungeschlagen

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  • Weltmeister-Trainer Scolari, der mit seinem Team seit nunmehr 15 Spielen unbesiegt ist, konnte die Kritik nicht so recht verstehen. «Kein Team hat bislang einen souveränen Sieg eingefahren, und die Schweden haben sogar einen Punkt abgegeben», befand der portugiesische Coach und erinnerte an die eigenen Fehlstarts bei den letzten beiden EM- und WM-Turnieren. Auch Denker und Lenker Figo, der die Position von Deco übernommen und eine überzeugende Vorstellung geboten hatte, wehrte sich gegen die Kritik. «Man darf das nicht so negativ sehen. Es ist nicht so leicht, gegen Angola zu spielen und dann 5:0 oder 6:0 zu gewinnen», sagte der Mittelfeld-Star.

    Figo machte an diesem portugiesischen Abend den Unterschied aus. Seine Vorarbeit zum Siegtreffer durch Pauleta in der 4. Minute war schon allein das Eintrittsgeld wert. «Er ist so ein großartiger Spieler und immer bereit, uns zu helfen», lobte Innenverteidiger Ricardo Carvalho den Rekord-Nationalspieler. Auch der Stuttgarter Profi Fernando Meira meinte: «Figo hat ein überragendes Spiel gemacht und Deco auf seiner Position gut ersetzt.» Scolaris Entscheidung gegen Deco war eine Vorsichtsmaßnahme ähnlich wie im Falle von Michael Ballack bei der deutschen Mannschaft. «Seine Verletzung hätte sich verschlimmern können, und dann wäre er länger ausgefallen. Wir wollen aber im Turnier noch weit kommen», sagte Scolari.

    Zuschauer unterstützen Angola

    Die tapfer kämpfenden Angolaner stemmten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen die Niederlage. «Wir sind das vermeintlich schwächste Team im Wettbewerb, aber diesmal haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht», meinte Trainer Luis Oliveira Goncalves. Vor allem die spektakulären Aktionen des angolanischen Stürmer-Stars Akwa sorgten für großen Unterhaltungswert bei den Zuschauern, die den Außenseiter in der Schlussphase gegen die pomadigen Portugiesen lautstark unterstützten.

    Für den WM-Neuling aus Südwestafrika war die Partie gegen die ehemaligen Kolonialherren eine ganz besondere Angelegenheit. «Diese Atmosphäre war einfach fantastisch. Und es war etwas seltsam, gegen meine Freunde anzutreten», sagte Angolas Spielmacher Paulo Figueiredo. Der gute Auftritt seines Teams weckte die Lust auf mehr: «Nun müssen wir zum Ruhme unseres Landes Mexiko schlagen», sagte Figueiredo vor der nächsten Partie gegen die Mittelamerikaner am Freitag in Hannover. (nz)




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