19.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Mexikos Nationalmannschaft.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Team aus Mexiko will beweisen, dass es zu Recht in der Fifa-Weltrangliste so weit oben steht. Einer der Topstürmer muss die WM allerdings vor dem Bildschirm verfolgen.
Von Verhältnissen wie in Mexiko kann Bundestrainer Jürgen Klinsmann nur träumen. Bereits Mitte April hatte Trainer Ricardo La Volpe seinen WM-Kader offiziell bekannt geben. Von diesem Zeitpunkt an wurden all jene Spieler, die bei einem mexikanischen Klub unter Vertrag stehen, von ihren Vereinen freigestellt.
Vereine müssen auf Spieler verzichtenDamit hat der Nationalcoach seinen Stamm gleich zwei Monate zur Vorbereitung zusammen. Besonders betroffen war der Klub Chivas Guadalajara, der die meisten Nationalspieler stellt. Doch käme kein Offizieller auf die Idee, darüber zu jammern. Dazu hat das Nationalteam in Mexiko einen zu hohen Stellenwert.
Seit geraumer Zeit haben sich die Mexikaner in der Weltrangliste der Fifa unter den Top Ten festgesetzt. Bei einer WM steht als bestes Resultat jeweils der Viertelfinaleinzug bei den beiden Heimspielen 1970 und 1986 zu Buche. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch. Es sei nun Zeit für den nächsten Schritt, sprich den Sprung unter die letzten Vier.
Bei der taktischen Ausrichtung der Mexikaner wird es keine großen Überraschungen geben. «Ich glaube an mein Spielsystem und setzte sehr auf die Taktik und die Disziplin jedes einzelnen Spielers», erläuterte La Volpe seine Vorstellungen. Mit dem flexiblen 3-5-2-System kamen in der Vorrunde des Confed Cup selbst die Brasilianer nicht zurecht.
Borgetti ist der StarStar der mexikanischen Mannschaft ist Stürmer Jared Borgetti, der schon bei Confed Cup für Aufsehen sorgte. Sein Kollege Cuauhtemoc Blanco fehlt allerdings im Aufgebot. Der Spieler von Klub America ist zwar auch in dieser Saison einer der erfolgreichsten Angreifer in der mexikanischen Liga. Doch mit beleidigenden Äußerungen gegenüber Nationalcoach La Volpe hatte es sich Blanco vorzeitig bei dem gebürtigen Argentinier verscherzt. La Volpe sortierte Blanco kurzerhand aus.
Dafür dürfen zwei eingebürgerte Spieler für die Mittelamerikaner auflaufen: der gebürtige Argentinier Franco vom spanischen Erstligisten FC Villarreal sowie der aus Brasilien stammenden Sinha. (nz)