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  • Argentinien, Elfenbeinküste, Serbien/ Montenegro, Niederlande

  • Holländer stoßen mit Frauen auf Achtelfinale an
    17. Jun 2006 13:59

    Feiernde Holländer
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Die Erleichterung der Holländer nach dem glücklichen Sieg über die Elfenbeinküste war groß. Für die Afrikaner wäre wie schon gegen Argentinien mehr drin gewesen, wie ein völlig frustrierter Didier Drogba feststellte.
     
    Von Ulli Brünger und Marc Zeilhofer

    Ruud van Nistelrooy bejubelte «das wichtigste Tor in meinem Fußballer-Leben», trug Arjen Robben huckepack durchs Stadion und feierte den vorzeitigen Achtelfinal-Einzug mit seinen Kollegen wie einen WM-Triumph. Nach dem glücklichen 2:1 (2:1)-Erfolg über die Elfenbeinküste fiel am Freitag in Stuttgart die ganze Last von den Schultern der «Oranje»-Akteure. Anschließend stießen mit den angereisten Spielerfrauen und Freundinnen im Teamhotel «Steigenberger Graf Zeppelin» auf den Erfolg an.

    Van Basten ist froh

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  • Auch Marco van Basten war erleichtert und freute sich mit seiner jungen Mannschaft. «Ich bin froh, dass wir in dieser schweren Gruppe schon die nächste Runde erreicht haben», gestand der Bondscoach.

    Dem Finale um den Sieg in der Gruppe C am kommenden Mittwoch in Frankfurt gegen den WM-Favoriten Argentinien, der Serbien-Montenegro zuvor mit 6:0 abfertigt hatte und nach zwei Siegen ebenfalls in der Runde der letzten 16 steht, kann van Basten nun gelassen entgegen sehen. «Jeder weiß, wie stark Argentinien ist. Ich bin froh, dass das Spiel nicht mehr entscheidend ist. Aber natürlich wollen wir auch diese Partie gewinnen. Das gehört sich so für Sportsleute.»

    Wie schon beim unglücklichen 1:2 gegen Argentinien scheiterten die zuvor als Geheimfavoriten gehandelten Westafrikaner letztlich an ihrer mangelnden Erfahrung. Der Doppelschlag durch einen Freistoß des überragenden Robin van Persie (23.) und van Nistelrooys ersten WM- Treffer (28.) war der Anfang vom Ende ihrer trotz ansehnlicher Leistungen unter dem Strich missglückten WM-Mission.

    Deprimierte Afrikaner

    «Alle sind sehr enttäuscht», beschrieb der französische Trainer Henri Michel die deprimierende Stimmung im Team. «Wir mussten wieder einen Zwei-Tore-Rückstand hinterher laufen. Wir brauchen einfach zu viele Torchancen. Und auf diesem Niveau kann man sich das nicht leisten.»

    Mit aller Macht stemmten sich die «Elefanten» vor 52.000 Fans im ganz in Orange getauchten Gottlieb-Daimler-Stadion gegen das drohende Aus bei ihrem WM-Debüt, doch es reichte nur noch zum Anschlusstreffer durch Bakary Koné (38.). Tief traurig zog der enttäuschende Chelsea-Star Didier Drogba, der das nun bedeutungslose Spiel gegen Serbien-Montenegro wegen seiner zweiten Gelben Karte verpassen wird, von dannen.

    «Es ist schade, weil wir bis zum Schluss alles gegeben haben. Wir hätten es verdient, weiter zu kommen», meinte Drogba. Als Realist müsse er aber auch die Stärke der Gegner anerkennen. «Gegen zwei so große Fußball-Nationen wie Argentinien und Holland auszuscheiden, ist nicht ganz so schlimm.» Mit ironischem Unterton spendete Robben seinem Chelsea-Kollegen Trost: «Jetzt kann er früher Urlaub machen.»

    Debüt von van der Vaart

    Van Basten gestand freimütig, dass der Erfolg am seidenen Faden hing. «Wir haben gut begonnen. Aber in der zweiten Halbzeit war die Elfeneinküste so stark, dass wir nur noch verteidigen konnten», bilanzierte der 41-Jährige. Der eingewechselte Rafael van der Vaart wunderte sich nach seinem lang ersehnten WM-Debüt gar über den glücklichen Sieg und zollte dem Afrika-Vizemeister großes Lob.

    «Es ist unglaublich, dass die Elfenbeinküste zwei Mal verloren hat.» Der HSV-Profi war nach überstandenen Knöchelproblemen zufrieden mit seinem Comeback nach mehr als zwei Monten Pause. «Ich bin erstmal glücklich, dass ich spielen konnte.» Gegen Argentinien hofft van der Vaart auf weitere Matchpraxis hofft: «Vielleicht sogar 90 Minuten.» (dpa)




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