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  • Argentinien, Elfenbeinküste, Serbien/ Montenegro, Niederlande

  • Argentinien will Serben K.o. verpassen
    16. Jun 2006 09:45

    Juan Pablo Sorin (r.) und Javier Saviola
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Argentinien will durch einen Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien/Montenegro ein altes Trauma aufarbeiten. Beim Gegner herrscht bereits vor dem Treffen dicke Luft.
     
    Zoff bei Serbien-Montenegro - Zuversicht im Quartier der Argentiniern: Der zweimalige Weltmeister will sein Vorrunden-Trauma von 2002 besiegen und diesmal dem Gegner aus Osteuropa den vorzeitigen WM-K.o. verpassen. Während sich der unter Druck stehende Serben-Coach Ilija Petkovic 26 Stunden vor dem Spiel am Freitag in Gelsenkirchen in einer heftigen Medienschelte Luft verschaffte, wirkte sein Pendant José Pekerman ungeachtet der anhaltenden Diskussionen um Lionel Messi ausgesprochen entspannt.

    «Noch eine Rechnung offen»

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  • «Wir dürfen Serbien-Montenegro aber nicht unterschätzen», warnte Pekerman vor zu viel Übermut. Dennoch sei klar: «Wir wollen den entscheidenden Schritt machen», betonte Routinier Roberto Ayala. Mit einem weiteren Sieg nach dem 2:1 zum Auftakt gegen die Elfenbeinküste stünden die Argentinier so gut wie im Achtelfinale, das sie vor vier Jahren verpasst hatten. «Wir haben noch eine Rechnung offen», verwies Kapitän Juan Pablo Sorin auf die Bedeutung der Partie.

    Personell wird die Mannschaft auf einer Position verändert; Luis Gonzalez rückt für den enttäuschenden Esteban Cambiasso in die Startformation. Weiterhin nicht dabei ist Messi, der zwei Tage über Schmerzen im linken Fuß klagte, zum Spiel aber wieder fit sein soll. Das gilt auch für den noch auf die Bank verbannten Carlos Tevez, der am Abschlusstraining in Herzogenaurach wegen Magenproblemen fehlte.

    Nicht auf die leichte Schulter nehmen

    Auf die leichte Schulter werden die Argentinier, die wieder auf die Unterstützung von Diego Armando Maradona bauen können, ihren mit 0:1 und dürftiger Leistung gegen die Niederlande gestarteten Kontrahenten auf keinen Fall nehmen. «Sie sind ein schwerer Gegner», warnte Spielmacher Juan Riquelme. «Sie können besser spielen, als sie es gegen die Niederlande getan haben», fügte Ex-Kapitän Ayala hinzu: «Es ist ein Gegner, auf den man sehr aufpassen muss.»

    Denn so leicht wie zum Auftakt wollen sich die Serben und Montenegriner trotz des WM-Aus für den verletzten Nemanja Vidic von Manchester United nicht wieder auf die Bretter schicken lassen. Allerdings beeinträchtigten Presseberichte in den heimischen Medien sowie Kritik in den eigenen Reihen an der defensiven Taktik die Vorbereitung auf das möglicherweise schon das Aus besiegelnde Spiel.

    Kein Handgemenge

    «Es gibt bei uns eine Presse, die von Boxkämpfen während des Trainings berichtet. Normale Kritik ist ja in Ordnung, aber das akzeptiere ich nicht», schimpfte Petkovic am Donnerstag in Billerbeck. Angeblich hat es während des Trainings am Dienstag ein Handgemenge zwischen Danijel Ljuboja vom VfB Stuttgart und Dejan Stankovic gegeben, was die Beteiligten aber bestreiten.

    «Bei dem Spiel müssen wir Charakter zeigen», forderte Mladen Krstajic, der in der WM-Arena in Gelsenkirchen ein Heimspiel hat. «Ein bisschen mehr als 50 Prozent im Stadion werden wohl aus Serbien sein. Mir haben viele Schalke-Fans erzählt, dass sie kommen werden, um uns zu unterstützen.» Assistenztrainer Goran Stevanovic meinte: «Unsere Taschen sind noch nicht gepackt. Wir gehen davon aus, dass wir bei der WM bleiben.» (nz)




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