Van Basten stellt das System über alles
19. Mai 2006 15:48
 |  Die Elftal. | | Foto: dpa |
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Marco van Basten hat klare Vorstellungen von seiner taktischen Marschroute. Dieser ordnet der niederländische Trainer auch alles unter.
Vor Kritik ist Marco van Basten in den Niederlanden so gut wie gefeit. Der ehemalige Weltklassestürmer gilt in seiner Heimat als «unantastbar». So findet der Coach auch die nötige Ruhe, um seine taktischen Ideen umzusetzen und immer weiter zu perfektionieren.
Seit der Bondscoach vor der WM-Qualifikation seinen Posten angetreten hat, macht sich ein neuer Schwung bemerkbar. Die bisherigen Pflichtspiele wurden alle souverän gestaltet.
Klare Vorgabe Van Basten hält stur an einem 4-3-3-System fest. Dafür braucht er einen bestimmten Typ von Spielern, die sich dieser Spielweise bedingungslos unterordnen. «Für Eitelkeiten ist hier kein Platz», so seine Devise. Und so finden sich neben den wenigen erfahrenen Spielern wie Torwart Edwin van der Sar oder Kapitän Phillip Cocu zahlreiche junge Akteure in seinem Aufgebot. Die Nachwuchsspieler wie Arjen Robben oder Bundesliga-Spieler Rafael van der Vaart wissen so, was auf sie im Nationalteam zukommt und können sich dadurch problemlos integrieren.
Hohes Ziel Die WM 2002 hatten die Niederlande schmählich verpasst. Für die WM im Nachbarland hat sich van Basten ein hohes Ziel gesteckt. Am Ende soll der erste Titelgewinn für die Niederländer stehen. Nach zwei verlorenen Endspielen (1974 und 1978) will das Team diese Scharte endlich auswetzen. Zumal Deutschland für die Niederländer ein gutes Pflaster ist, Titel zu gewinnen. 1988 gewannen sie den EM-Titel im Land des großen Nachbarn. Der Trainer hat sich jedenfalls weit aus dem Fenster gelehnt und wird sich am Ende daran messen lassen müssen. (nz)
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