Die «Elefanten» träumen vom Höhenflug
19. Mai 2006 15:50
 |  Die Elf der Elfenbeinküste. | | Foto: dpa |
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In der WM-Qualifikation hat die Fußball-Nationalelf der Elfenbeinküste in Afrika für eine Riesensensation gesorgt. Vor allem der Trainer ist jetzt auf den Geschmack gekommen.
Für afrikanische Verhältnisse hat das Team der Elfenbeinküste mit dem Erreichen der WM-Endrunde in Deutschland für ein Potentaten-Sturz gesorgt. Schließlich musste die kontinentale Fußball-Großmacht Kamerun den Traum von der sechsten WM-Teilnahme in Folge begraben. Dabei war Dramatik pur angesagt.
Die Minuten nach dem Abpfiff des letzten Qualifikationsspiels im Sudan sind den «Elefanten», wie das Team von der Elfenbeinküste in Afrika genannt wird, noch gut in Erinnerung. Das Parallelspiel in Kamerun lief noch, und der direkte Kontrahent bekam einen Elfmeter zugesprochen. Doch der Ball ging nicht ins Tor. Entsprechend groß war anschließend der Jubel.
Senegal als Vorbild In Deutschland kann das ausschließlich mit in Europa tätigen Profis bestückte Team frei aufspielen. Druck gibt es keinen. Schließlich warten mit Auftaktgegner Argentinien sowie den Niederlanden gleich zwei Topmannschaften in der Vorrunde. Was Trainer Henri Michel jedoch nicht daran hindert, von einem Überraschungscoup zu träumen, wie ihn der Senegal vor vier Jahren vorgemacht hat. «Bei einem Turnier kann sich eine Mannschaft immer steigern», so der Franzose mit Wohnort Libanon.
Außergewöhnliche Spielergeneration Unterschätzen sollte man das Team der Elfenbeinküste jedenfalls nicht. Star der «Elefanten» ist Didier Drogba vom FC Chelsea. Die meisten Spieler des Teams haben ihre Ausbildung im Wesentlichen in der Fußballakademie von Jean Marc Guillou erhalten. Aus dieser Fußballschule gingen zahlreiche Nationalspieler hervor, so Aruna Dindane, Kolo Touré oder Kapitän Didier Zokora.Die Grundlage für diesen Erfolg hatte Verbandspräsident Jacques Anouma geschaffen, der bei seinem Amtsantritt 2002 die WM-Teilnahme in Deutschland als klares Ziel ausgab. Und den Trainern Robert Nouzerat sowie jetzt Michel stand bzw. steht eine außergewöhnliche Spielergeneration zur Verfügung. Michel änderte das System seines Vorgängers nur minimal, weicht aber die straffe taktische Ausrichtung ein wenig auf, um dem ein oder anderen Spieler größere Freiheiten einzuräumen. (nz)
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