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  • England, Paraguay, Schweden, Trinidad/ Tobago

  • Englands Panik vor Elfmetern
    22. Jun 2006 13:52

    Bodo Illgner jubelt nach dem verschossenen Elfmeter des Engländers Chris Waddle im Halbfinale der WM 1990. Foto: dpa
    Bild vergrößern
    Die englische Nationalmannschaft holt vor dem WM-Achtelfinale gegen Ecuador die eigene Vergangenheit ein. In möglichen Elfmeter-Krimis müssen die «Three Lions» auf einen starken Schützen verzichten.
     
    England träumt vom WM-Titel, doch vor dem Achtelfinale gegen Ecuador ist bei David Beckham und Co. der Albtraum Elfmeterschießen zurückgekehrt. «Ich möchte nicht auf ein Turnier zurückblicken, in dem wir wieder im Elfmeterschießen gescheitert sind», sagte Verteidiger Gary Neville und fordert vor dem ersten WM- Duell gegen die Südamerikaner: «Wir müssen Elfmeter trainieren!» Auch Trainer Sven-Göran Eriksson bereitet die Elfmeter-Angst Sorgen. Durch das WM-Aus des schwer verletzten Michael Owen fehlt den «Three Lions» ein sicherer Strafstoßschütze.

    Schwach vom Punkt

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  • Die Vorrunde hat der Weltmeister von 1966 überstanden, doch das Elfmeter-Trauma könnte den Engländern in der K.o.-Runde einen Strich durch die Titelrechnung machen. Erst einmal bei großen Turnieren haben sie ein Elfmeterschießen gewonnen: Bei der EM 1996 im Viertelfinale gegen Spanien (4:2). Bei der WM 1990 in Italien scheiterten sie wie bei der EURO 1996 im Halbfinale an Deutschland. 1998 beim Weltturnier in Frankreich war in der zweiten Runde gegen Argentinien Schluss. Vor zwei Jahren bei der EM in Portugal war im Viertelfinale alles vorbei, als Beckham gegen den Gastgeber am Elfmeterpunkt ausrutschte und verschoss.

    Beim ersten und einzigen öffentlichen Training am 5. Juni im Bühlertaler Mittelbergstadion haben die «Löwen» Elfmeter geübt. Vor der Partie gegen Ecuador werden sie es wohl wieder tun, denn auf den Zufall wollen sie nicht verlassen. «Elfmeter sind kein Glück, sondern Nerven und Qualität», meinte Neville. Der Rechtsverteidiger gehört zum Kreis der Spieler, die das Trauma wegschießen sollen. Schütze Nummer eins ist seit Beckhams Fehlschuss Frank Lampard, dann folgen der Kapitän, Steven Gerrard, John Terry und Ashley Cole.

    Beckham: «Titel für Owen holen»

    Neville wird beim möglichen «Shoot out» antreten können. Der Abwehrspieler von Manchester United hat seine Wadenverletzung weitgehend auskuriert. Er dürfte gegen Ecuador ebenso einsatzfähig sein wie sein Clubkollege Rio Ferdinand, der sich beim 2:2 gegen Schweden ein leichte Leistenzerrung eingehandelt hatte. Owen steht wegen eines Kreuzbandrisses dagegen nicht mehr zur Verfügung. «Das ist sehr schmerzhaft für uns, denn ein Klassestürmer wie er ist unersetzlich», sagte Beckham, «aber jetzt geht ein Ruck durch die Mannschaft. Wir werden für Michael den WM-Titel holen.»

    Owen will Medaille um Hals

    Owen flog bereits am Mittwoch in seine Heimat nach Newcastle zurück, ist aber «mit ganzem Herzen» bei der Mannschaft und freut sich auf eine baldige Rückkehr nach Deutschland. «Ich hoffe, das ich die Jungs am 9. Juli in Berlin wiedersehen werde. Die WM ist für mich zwar vorbei, aber ich will mir eine Medaille um den Hals hängen», schrieb der 26-jährige Stürmer in der Londoner «Times».

    Am Donnerstag begab sich Owen in die Obhut der United-Ärzte und beriet sich über die bevorstehende Operation. «Ich werde mindestens sechs Monate ausfallen», berichtete der 80-fache Nationalspieler und entschuldigte sich bei den Fans und den Verantwortlichen seines Clubs: «Ich fühle mich schuldig, wenn ich an die Leute bei United denke.» (nz)




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