Schweden setzen voll auf Offensive
19. Mai 2006 15:44
 |  Die Schweden. | | Foto: dpa |
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Das Spielsystem der schwedischen Fußball-Nationalelf hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. In ihrer Angriffsreihe bieten die Skandinavier gleich drei Stars auf.
Bei der insgesamt elften WM-Teilnahme wollen die Schweden wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen. Vor vier Jahren kam bereits im Achtelfinale das Aus. Das soll wieder anders werden. Und Trainer Lars Lagerbäck hat allen Grund, den Titelkämpfen optimistisch entgegenzusehen. Die Hoffnungen fußen vor allem auf der Torgefährlichkeit des Teams. Mit einem kreativen Angriffsspiel hatten die Skandinavier schon in der Qualifikation für Aufsehen gesorgt. 30 Treffer in zehn Begegnungen sprechen einen deutliche Sprache.
Überragender Sturm
Das war nicht immer so. Lange Zeit traten die Schweden mit einem homogenen Team auf, dass sich vor allem auf eine solide Abwehr stützte. Im Spiel nach vorne zeigte sich die Mannschaft allerdings oftmals ideenlos. Inzwischen bestimmen aber mehrere Ausnahmeprofis das Bild der Mannschaft. Mit den Stürmern Henrik Larsson, Zlatan Ibrahimovic sowie Mittelfeldakteur Fredrik Ljungberg verfügt das «Drei-Kronen-Team» eine überragende Offensivabteilung.
Lagerbäck: Können jeden Gegner schlagen Sollte sich der Gegner jedoch auf dieses Spiel einstellen, wird es schwer. Das zeigten auch die beiden 0:1-Niederlagen in der Qualifikation gegen Kroatien. Lagerbäck ist dieses Dilemma wohl bewusst. «Wir haben uns im Offensivbereich weiter entwickelt. Wir haben technisch bessere und schnellere Spieler in der Mannschaft», betonte der Coach. «Aber gleichzeitig würde ich sagen, dass wir in der Verteidigung nicht mehr ganz so stark sind.»Dieses Manko könnte angesichts der Vorrundengegner England, Paraguay und Trinidad & Tobago am Ende den Ausschlag geben. Der Spielplan sollte aber den Schweden zu gute kommen, da es erst am letzten Spieltag zum Duell mit England kommt. Ich hoffe, dass wir dann schon für die nächste Runde qualifiziert sind, so Lagerbäck. Aber egal, wer der Kontrahent ist: «Wir können jeden Gegner schlagen.»
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