Insel-Kicker kündigen Party an
19. Mai 2006 15:45
 |  Die Mannschaft Trinidad und Tobagos. | | Foto: dpa |
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Fußball hat auf Trinidad und Tobago eine politische Dimension. Für die Spieler zählt in Deutschland allerdings etwas anderes.
WM-Teilnehmer aus der Karibik haben Seltenheitswert. Ganze vier Teams haben bislang die Qualifikation für die Endrunde geschafft: Kuba im Jahre 1938, Haiti bei der ersten WM in Deutschland, Jamaika 1998 und jetzt eben Trinidad & Tobago.
Qualifikation mit Feiertag gefeiert
Auf dem Inselstaat wurde nach dem Playoff-Erfolg gegen Bahrain gar ein Feiertag ausgerufen. So frenetisch wurden die «Soca-Warriors» in ihre Heimat gefeiert. Beim zehnten Anlauf seit 1970 hat es nun endlich geklappt.Dem Fußball kommt in diesem Doppelstaat eine ganz besondere Bedeutung zu. Angesichts der vielen Probleme in dem Kleinstaat leisten die Kicker durch ihre Erfolge einen großen Beitrag dazu, die Lage im Inneren zu beruhigen. Ein erfolgreiches WM-Debüt würde das ihre dazu tun. Doch die Mannschaft will nicht «als ein Team unter vielen» zur WM fahren, kündigte Dwight Yorke an. Man wolle etwas Zählbares vorweisen.
Altstars machen den Unterschied Vater des Höhenfluges ist der Niederländer Leo Beenhakker. Dem Trainer gelang die Verbindung von karibischer Spielfreude mit taktischer Disziplin und Ordnung auf dem Feld. Beenhakker verfügt über einen ausgeglichenen Kader. Den großen Unterschied machen allerdings die alt gedienten Nationalspieler, die der Coach zur Rückkehr bewegte. Auch wenn die Profis schon weit über 30 sind.So wie Yorke, der vier Jahre ausgesetzt hatte. Der Stürmer spielte lange Jahre für Manchester United und ist jetzt für den FC Sydney in Australien auf Torejagd. In England ist Yorkes Sturmpartner Stern John aktiv. Der entschieden Mann ist aber Russell Lapaty, Spielertrainer beim schottischen Klub Falkirk. Der Regisseur ist die zentrale Figur der Mannschaft und wird im Karbikstaat als Idol verehrt.
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