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  • Klinsmann vollzieht Generationswechsel
    19. Mai 2006 15:40

    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.
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    Foto: dpa
    Die DFB-Elf kann mit bisher drei WM-Titeln auf eine große Tradition verweisen. Ob das aktuelle Team der zum größten Teil «Namenlosen» tatsächlich um den Titel mitkämpfen kann, ist aber die Frage.
     
    Die deutsche Nationalmannschaft will bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land an ihre große Tradition anknüpfen. Als dreimaliger Weltmeister (1954, 1974, 1990) und Gastgeber des globalen Spektakels bleibt Bundestrainer Jürgen Klinsmann und dem DFB nichts anderes übrig, als das höchste aller Ziele zu formulieren: Den Kampf um den Titel.

    20-Jährige Abwehr

    Mehr in der Netzeitung:
  • Der WM-Kader 19. Mai 2006 16:45
  • Bevor sich die deutschen Spieler allerdings den vierten Stern auf das weiße Trikot sticken lassen können, müssen erst einmal überzeugende Vorrundenspiele her. Das Manko der Mannschaft, die Klinsmann nach der verkorksten EM 2004 von Teamchef Rudi Völler übernahm, ist die Abwehr. Klinsmann leitete einen Generationswechsel ein, an dessen Ende eine Defensive aus knapp über 20-Jährigen steht. Der Bundestrainer schenkte Per Mertesacker, Philipp Lahm, Marcell Jansen und Robert Huth sein Vertrauen – sie hatten es in den letzten Testspielen aber denkbar schwer.

    Dass die Mannschaft seit nunmehr fünf Jahren auf einen Sieg gegen eine so genannte große Fußball-Nation wartet, offenbart zusätzlich die Schwäche im Angriff. Auch Klinsmann, unter dessen Leitung das Team eine offensivere Spielphilosophie verpasst bekam, konnte die Negativserie noch nicht beenden. Neben Miroslav Klose, der bei Werder Bremen bester Torschütze ist, versagten die restlichen Stürmer (Kevin Kuranyi, Lukas Podolski, Gerald Asamoah) in den letzten Monaten geradezu.

    Kuranyi flog seiner zuletzt gezeigten Leistungen wegen sogar noch aus dem Kader. Einmal überraschte mehr Klinsmann bei der Nominierung: Der pfeilschnelle 22 Jahre alte Dortmunder David Odonkor bekommt völlig unerwartet eine WM-Chance.

    Nur zwei Weltstars

    Die einzigen Weltstars des Klinsmann-Teams sind die Bayern-Profis Michael Ballack und Oliver Kahn. Allerdings wurde Kahn der Status des ersten Torwartes gut zwei Monate vor Beginn der WM zugunsten von Jens Lehmann vom FC Arsenal entzogen. Daran dass der 36-Jährige dem Druck gewachsen ist, zweifelt niemand mehr. Denn auf dem Weg der Londoner ins Champions-League-Finale war Lehmann der Rückhalt seines Teams.

    Von echten Schwachstellen im WM-Kader will Klinsmann denn auch nichts wissen. Der frühere Weltklasse-Stürmer vertraut auf die Fitness seiner Spieler, ihre Fähigkeit zu antizipieren und eine weitere große Konstante: Den Heimbonus. «Der Confed Cup hat gezeigt, was die Mannschaft leisten kann, wenn sie auf der Welle der Euphorie getragen wird», sagt Klinsmann. Mit dem Publikum im Rücken soll der Weg der Mannschaft ins Finale führen – wie schon vor vier Jahre in Asien.




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