Polnischer Trainer stapelt tief
19. Mai 2006 15:38, ergänzt 09. Jun 2006 09:46
 |  Die polnische Mannschaft. | | Foto: dpa |
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Die Fußball-Nationalelf von Polen will bei der WM besser abschneiden als vor vier Jahren. In der Vorrundengruppe strebt Trainer Pawel Janas den zweiten Platz an.
Ein Ausscheiden in der Vorrunde wie vor vier Jahren in Japan und Südkorea wollen die polnischen Fußballer diesmal unbedingt vermeiden. «Wir müssen alles daransetzen, dass wird diesmal besser abschneiden», macht Nationaltrainer Pawel Janas unmissverständlich klar. Nach den überzeugenden Auftritten in der WM-Qualifikation sind die Erwartungen in der Heimat jedenfalls groß.
Chance gegen DFB-Elf
Für Janas gibt bereits die Auftaktbegegnung gegen Ecuador die Richtung vor. Als klaren Gruppenfavoriten sieht er die deutsche Mannschaft, obgleich sich der Coach auch im Nachbarschaftsduell durchaus Chancen ausrechnet. «Für uns die Spiele gegen Costa Rica und gegen die Südamerikaner fast noch wichtiger fürs Weiterkommen, vor allem das erste Spiel gegen Ecuador.» Sollte seine Mannschaft am Ende die Playoff-Phase erreichen, «sei alles möglich.»Zweimal hatten die Polen bei ihren bisherigen fünf WM-Teilnahmen das Halbfinale erreicht und anschließend das «kleine Finale» gewonnen. Die Messlatte liegt also hoch.
Hopp oder top Trotz seines Erfolges steht Janas permanent in der Kritik. Was allerdings weniger mit dem Stil der Polen zu tun hat. Mit einer starken Angriffsreihe, aber einer nicht immer sicheren Abwehr gibt es für sie in der Regel nur hopp oder top. Reizpunkte setzt stets die Zusammensetzung der Mannschaft. Janas würde nur auf die Legionäre setzen und die Spieler aus der heimischen Liga vernachlässigen, so der Vorwurf. «Das stimmt nicht», so der Trainer. Gleichwohl bilden die im Ausland spielenden Profis das Gerüst seiner Mannschaft, auch wenn sie in ihren Klubs nicht erste Wahl sind.
Fehlende Abstimmung Besonders gut besetzt ist die polnische Mannschaft im Angriff. Neben den beiden Bundesliga-Profis Ebi Smolarek und Jacek Krzynowek ragt England-Profi Kamil Kosowski heraus. Die Problempositionen sind die Außenverteidiger, die des öfteren das Nachsehen haben. Generell fehlte es in der Defensive zuletzt an der nötigen Abstimmung.
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