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Auswärtsschwäche als großes Manko
19. Mai 2006 15:38
 |  Die Ecuadorianer. | | Foto: dpa |
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Die Nationalmannschaft aus Ecuador weist zwei große Konstanten auf. Die Trainer kommen allesamt aus Kolumbien, und in der Fremde läuft es für das Team überhaupt nicht.
In der WM-Qualifikation in Südamerika kann Ecuador seinen Heimvorteil voll ausspielen. Die Hauptstadt Quito liegt auf rund 2800 Höhenmeter. Mit der dünnen Luft haben hier alle Gegner mächtig zu kämpfen. Das Land kann selbst auf Heimsiege gegen Argentinien und Brasilien verweisen. Bei den Auswärtspielen geht hingegen der Mannschaft aus Ecuador regelmäßig die Puste aus. Zu verhalten und zu defensiv trete die Elf hier auf. Das sind die Vorwürfe, mit denen sich Trainer Luis Fernando Suárez herumschlagen muss.
Fußball als nationales Bindeglied
Der Kolumbianer Suarez ist vor zwei Jahren in die Fußstapfen seiner beiden Vorgänger (ebenfalls aus Kolumbien) getreten, die in Ecuador die notwendige Aufbauarbeit geleistet und den Fußball in die Moderne geleitet haben. Die eigentliche Leistung der Übungsleiter ist es jedoch, dass sie dem Nationalteam eine eigene Identität verschafften, die im Land sogar die – nicht nur sportpolitische – Rivalität zwischen Bergregion und Küstenstreifen überbrückt. Die Klubs aus Quito und Guayaquil ziehen hier inzwischen an einem Strang. Für das politisch zerrissene Land dient der Fußball inzwischen als nationale Klammer. Die zweite WM-Qualifikation der Geschichte hat hier eine neue nationale Begeisterung ausgelöst.
Haudegen als Rückgrat der Mannschaft In der Mannschaft selbst hat Trainer Suarez einen Generationswechsel eingeläutet. Dennoch bilden die Haudegen wie die Abwehrspieler Ivan Hurtado, Ulises de la Cruz oder Mittelfeldspieler Edison Mendéz das Rückgrat der Mannschaft. Für frischen Wind sorgen die jungen Spieler wie Christian Lara oder Luis Antonio Valencia.Alles andere als ein Aus in der Vorrunde wäre für die Südamerikaner aber eine riesige Sensation. Zumal der nationale Fußball-Verband seit einiger Zeit von einem Skandal erschüttert wird. Der Pressechef des ecuadorianischen Fußball-Verbandes FEF, Luis Castro Espinosa, hat freilich gegenüber der Staatsanwaltschaft eine Verwicklung in illegalen Menschenhandel bestritten.
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