Wanchope hofft auf Krönung seiner Karriere
19. Mai 2006 15:36
 |  Die Mannschaft Costa Ricas. Foto: dpa |
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Der Auftritt im Eröffnungsspiel der WM wird in Costa Rica als großes Privileg gesehen – und als Chance. Die «Ticos» wollen sich nun endgültig im Weltfußball etablieren.
Das unglückliche Aus bei der WM 2002 hat bei Costa Rica Spuren hinterlassen. Damals waren die «Ticos» nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses an der Türkei gescheitert. Der zurückgekehrte Coach Alexandre Guimaraes will diesmal bei der Vorbereitung einiges anders machen.
Der gebürtige Brasilianer war bei allen drei WM-Teilnahmen des mittelamerikanischen Landes beteiligt. 1990, als es Costa Rica ins Achtelfinale schaffte, war der Nationalheld als Spieler dabei. Zwölf Jahre später bekleidete er erstmals den Posten des Cheftrainers. Nach einem eher durchwachsenen Start der Mannschaft in die WM-Qualifikation der Nord- und Mittelamerika-Gruppe wurde Guimaraes erneut berufen.
Ideale Mischung Im Vergleich zur letzten WM hat sich innerhalb der Mannschaft ein Wandel vollzogen. Das Team besteht nun aus einer Mischung aus jungen und etablierten Akteuren. Unbestrittener Star der Mannschaft ist jedoch Paulo César Wanchope. Der Stürmer spielte lange Zeit in England und dann in Katar, bevor er extra für die WM zu seinem Heimatverein Heredia, einem Vorort der Hauptstadt San José, zurückgekehrt ist. Es sei ihm ein großes Privileg und eine Ehre, gegen die Gastgeber zu spielen, verkündete Wanchope. Nach diesem «Höhepunkt seiner Karriere» will er sich aus der Nationalelf zurückziehen. Neben Wanchope haben sich auch Walter Centeno und Ronald Gomez in der ersten Elf halten und den Ansturm der neuen Generation trotzen können. Altstar Hernán Medford war da nicht so erfolgreich. Mannschaftskapitän Luis Marin und der Jungstar und Freistoß-Spezialist Carlos Hernández sind weitere bekannte Namen im Team.
Eröffnungsspiel «ein Privileg» Mit dieser Mischung aus Altstars und jungen Talenten will Guimares auch in Deutschland für Aufsehen sorgen. In einem Land, in dem sich vor den großen Kirchen oft keine Marktplätze, sondern Fußballfelder befinden, ist die Begeisterung groß. Und die Erwartungshaltung. Schließlich will sich das kleine Land endlich in den Kreis der großen Fußball-Nationen einreihen.Zum Auftaktspiel hat Guimaraes übrigens eine ganz eigene Meinung. Die Siegchancen im Eröffnungsspiel seien zwar gering, aber die erste Partie einer WM sei immer eine besondere Situation - genau so wie das Endspiel, das aber schwerer zu erreichen sei, fügte der Coach an. (nz)
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