12. Jul 2006 12:51
Michael Ballack (Kapitän der Nationalmannschaft): «Ich finde es schade, dass Jürgen Klinsmann als Bundestrainer nicht weitermacht. Die Zusammenarbeit mit ihm war erfolgreich und hat viel Spaß gemacht. Ich respektiere allerdings seine Entscheidung. Gleichzeitig bin ich froh, dass wir in Joachim Löw einen neuen Bundestrainer haben, der die Mannschaft kennt und den Stil der bisherigen Arbeit fortsetzen wird.»Jens Lehmann (Nationaltorhüter): «Den Rücktritt von Jürgen Klinsmann bedauere ich sehr, weil er der Nationalmannschaft eine neue Begeisterung und eines neues Gesicht gegeben hat. Die Berufung von Joachim Löw zum neuen Bundestrainer ist für mich eine logische Entscheidung. Damit wird der Weg, den er bereits entscheidend mitgeprägt hat, konsequent fortgesetzt. Ich stufe seine bisherige Arbeit und sein taktisches Fachwissen sehr hoch ein. Es ist ein klares Zeichen an die Mannschaft, dass der Stil, der bei der WM viel Anerkennung fand, auch in Zukunft beibehalten wird.»
Matthias Sammer (DFB-Sportdirektor): «Ich wünsche Joachim Löw alles Gute für seine neue Tätigkeit als Bundestrainer und begrüße ausdrücklich die Entscheidung der DFB-Verantwortlichen. Entgegen allen Spekulationen war es nie meine Absicht, nach der WM als Bundestrainer zu arbeiten. Vielmehr war es von Anfang an mein erklärtes Ziel, in meiner Position als DFB-Sportdirektor neue Impulse in der Nachwuchsförderung zu setzen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Joachim Löw in seiner neuen Rolle und möchte mit ihm gemeinsam etwas im Interesse des deutschen Fußballs bewegen.»
Dieter Eilts (Trainer der U 21-Nationalmannschaft): «Ich bin der Überzeugung, dass das DFB-Präsidium die optimale Entscheidung getroffen hat. Joachim Löw ist ein exzellenter Fachmann und war schon in den vergangen beiden Jahren mehr als ein Assistenztrainer. Durch diese Lösung ist auch gewährleistet, dass der unter Jürgen Klinsmann eingeschlagene Kurs exakt und erfolgreich fortgeführt werden kann.»
Gerhard Mayer-Vorfelder (DFB-Präsident): «Es war eine sehr schöne Zeit mit Jürgen Klinsmann. Ich möchte mich bedanken für die Leistung, die Jürgen Klinsmann gebracht hat. Das war ja im Grunde genommen unvorstellbar. Er hat ein ganzes Volk in Bewegung gebracht in einer Art und Weise, wie ich es in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet habe. Jürgen, man wird sich da und dort wieder sehen. Jogi, Dir wünsche ich alles Gute von Herzen. Es werden wieder Angriffe kommen. Da wünsche ich Dir, neben dem Erfolg im Fußball, die Standfestigkeit, die man braucht.»
Theo Zwanziger (Geschäftsführender DFB-Präsident): «Ich bin dem Bundestrainer in hohem Maße dafür dankbar, was er für den deutschen Fußball geleistet hat. Ende und Zukunft sind sehr eng beisammen. Es muss weitergehen. Ich habe noch zwei Minuten versucht, Jürgen Klinsmann umzustimmen. Aber wir müssen das respektieren. Es macht keinen Sinn, das was das Gefühl einem sagt, verändern zu wollen. Das DFB-Präsidium war klar und eindeutig für die Fortsetzung der Spielphilosophie von Klinsmann und Löw. Wir wollen eine Mannschaft aufbauen, die die Fans begeistert. Das Ziel heißt schlicht und klar: Wir wollen Europameister 2008 werden.»
Thomas Doll (Hamburger SV): «Sicherlich haben sich alle gewünscht, dass Jürgen weitermacht, aber er hat eben seinen eigenen Kopf und hat sich anders entschieden. Jetzt bekommt Jogi Löw unsere volle Unterstützung.»
Stefan Kuntz (Vorstand VfL Bochum): «Jürgens Entscheidung kommt nicht überraschend, dass hat sich angedeutet. Die Entscheidung pro Joachim Löw ist eine logische Konsequenz, denn er ist derjenige, der die bisherige Philosophie mitbestimmt hat und jetzt am besten umsetzten kann.»
Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): «Ich habe von Jürgen Klinsmanns Entscheidung am Dienstagnachmittag erfahren und hatte damit gerechnet. Doch ich bedauere das sehr...Joachim Löw hat, keine Frage, als sein Nachfolger eine faire Chance verdient. Ob er allerdings die Lücke, die Klinsmann hinterlässt, schließen kann, muss die Zeit zeigen. Er bekommt dabei die volle Unterstützung von Borussia Dortmund.»
Horst Heldt (Teammanager VfB Stuttgart): «Das ist natürlich schade, dass Jürgen Klinsmann nicht weitermacht, aber das muss man akzeptieren und respektieren. Er hat viel bewegt und einen guten Weg eingeschlagen, den Joachim Löw fortführen kann. Er hat bisher schon vieles mitgestaltet, deswegen braucht man keine Angst zu haben, dass diese Fußball-Philosophie nicht weiter verfolgt wird.»
Reiner Calmund (Ex-Manager von Bayer Leverkusen): «Es ist schade, dass Jürgen Klinsmann nach all dem Erfolg, der Euphorie und Begeisterung weggeht. Er hat viel bewegt. Es war aber zu befürchten. Vielleicht hat er auch ein bisschen weiche Knie bekommen. Klinsmann stehen jetzt für andere Dinge Tür und Tor offen... Es geht jetzt darum, Löw den Rücken zu stärken und den Teamgedanken noch mehr in den Vordergrund zu stellen.»
Günther Oettinger (Ministerpräsident Baden-Württemberg): «Joachim Löw hatte im Trainergespann aus Baden und Württemberg schon bisher ganz entscheidenden Anteil am sportlich erfolgreichen und sympathischen Auftritt der DFB-Elf. Ihn zum Nachfolger von Jürgen Klinsmann zu berufen, ist auch ein Bekenntnis zum erfrischenden Stil und zu neuen Wegen in Richtung Fußballeuropameisterschaft. Dass Jürgen Klinsmann nicht mehr weitermachen will, ist schmerzlich. Aber wir müssen seine Entscheidung akzeptieren. Er hat zwei Jahre hart gearbeitet, viele private Interessen zurückgestellt und einen hervorragenden Job gemacht.»
Martin Bader (Sportdirektor 1. FC Nürnberg): «Ich hätte mir gewünscht, dass Jürgen Klinsmann weitermacht. Aber die Karawane zieht weiter. Es gilt jetzt, nicht nach hinten zu schauen, sondern nur nach vorn. Die schnelle Entscheidung des DFB für Jogi Löw ist konsequent. Wenn ich von einem überzeugt bin, dann mache ich das auch schnell. Auch Löw wird aber nur an seinen Ergebnissen gemessen. Alles weitere wird die EM-Qualifikation zeigen. Wir werden alles dafür tun, um ihn aus der Liga und von Seiten des 1. FC Nürnberg 100-prozentig zu unterstützen.»
Reinhard Saftig (Geschäftsführer von Arminia Bielefeld): «Eins steht fest: Während der Weltmeisterschaft ist gute Arbeit geleistet worden. Es war fast zu erwarten, dass es so kommen würde. Was im Vorfeld gelaufen ist, war nicht schön. Joachim Löw ist die logische Konsequenz, weil er die Arbeit im Sinne von Jürgen Klinsmann fortsetzen kann.»