Klinsmann lässt DFB weiter warten
07. Jul 2006 13:00, ergänzt 19:47
 |  Jürgen Klinsmann | | Foto: dpa |
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Jürgen Klinsmann hat auf der letzten DFB-Pressekonferenz dieser Weltmeisterschaft seine Zukunft weiter offen gelassen. Vor dem Spiel um den dritten Platz ist zudem die Personalsituation unklar.
Auf der letzten Pressekonferenz der deutschen Fußball- Nationalmannschaft bei der WM hat Bundestrainer Jürgen Klinsmann sich abermals Zeit erbeten, um über seine Zukunft nachdenken zu können: «Ich möchte noch ein paar Tage Zeit haben, um mich zu entscheiden.» Zudem wolle er noch Rücksprache mit seiner Frau halten. Die Fortführung seiner Arbeit sei nicht von seiner Person abhängig: «Es ist kein Projekt Klinsmann. Es ging vor zwei Jahren darum, eine Philosophie zu definieren und eine Strategie aufzubauen», sagte Klinsmann in Berlin.
Konzentration auf Portugal
Zunächst gelte die Konzentration dem Spiel um den dritten Platz: «Es ist nicht das Finale, welches wir uns gewünscht haben, aber wir werden uns alle Mühe geben.» Nach dem bitteren WM-Aus gegen Italien in den letzten Minuten der Verlängerung habe sich die Mannschaft einiges vorgenommen.Auch dem Publikum soll ein tolles Spiel geliefert werden, «so dass wir mit einer guten Stimmung nach Berlin zurückfahren können». Am Sonntag soll es auf der Fanmeile in Berlin noch mal eine Verabschiedung der Mannschaft von den Fans geben.
Torwart-Rotation beschlossen Gegen Portugal wird definitiv Oliver Kahn für Jens Lehmann im Tor stehen. Für Klinsmann bot sich der Wechsel an, «weil wir es ihm einfach gönnen und ihm viel zu verdanken haben.» Nach dem Ausfall von Michael Ballack wird Kahn als Spielführer der deutschen Nationalmannschaft auflaufen. «Olli wird Kapitän sein», bestätigte Jürgen Klinsmann. «Das macht bei uns der, der die meisten Länderspiele hat», erklärte der Bundestrainer. Mit 85 Einsätzen ist Kahn der erfahrenste Akteur im 23-köpfigen deutschen WM-Kader. Er wird zum insgesamt 49. Mal Kapitän der Nationalmannschaft sein.
Borowski-Einsatz fraglich Nicht dabei sein wird Per Mertesacker, der sich an der linken Ferse verletzt hatte. Gegen Portugal wird Robert Huth für ihn auflaufen. Marcell Jansen wird den ebenfalls verletzten Arne Friedrich ersetzten. Fraglich ist der Einsatz von Tim Borowski. «Wir werden abwarten wie es läuft, er wird heute noch behandelt», sagte Klinsmann. Mertesacker wurde bereits in München operiert und wird in Stuttgart wieder zur Mannschaft stoßen. «Mir geht es soweit ganz gut, der erste Gips ist erneuert worden«, so Mertesacker am Freitag auf seiner Homepage: »Ein bisschen Krankengymnastik stand auch schon auf dem Programm.« (nz)
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