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  • Frings stinksauer auf die Fifa
    07. Jul 2006 11:35

    Torsten Frings
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Torsten Frings hat die von der Fifa ausgeprochene Sperre gegen Italien noch längst nicht verwunden. Man habe ihn eines Lebenstraums beraubt, sagt der Mittelfeldspieler.
     
    Mit Wut im Bauch geht Fußball-Nationalspieler Torsten Frings in das Spiel um Platz drei gegen Portugal. Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler erhob am Freitag wegen seiner Sperre im verlorenen Halbfinale gegen Italien (0:2 n.V.) nachträglich schwere Vorwürfe gegen den Weltverband (Fifa). «Diese Sperre ist und bleibt ein Witz. Ich fühle mich um meinen Lohn gebracht. Die Fifa hat meinen Traum zerstört», sagte Frings der «Bild»-Zeitung (Freitag-Ausgabe).

    Mehr in der Netzeitung:
    Der Profi des SV Werder Bremen bezeichnete die Entscheidung der Fifa-Disziplinarkommission, ihn wegen einer Tätlichkeit gegen den Argentinier Julio Cruz für das Italien-Spiel zu sperren, als Politik. «Da wollte die Fifa mit dieser Sperre nur zeigen, dass Deutschland bei der WM im eigenen Land nicht bevorzugt behandelt wird», erklärte Frings, der gegen Portugal wieder mitwirken darf, weil ein zweites Spiel Sperre für sechs Monate auf Bewährung ausgesetzt worden war.

    Opferrolle

    Der 29-Jährige betrachtet sich nach wie vor als Opfer bei den Tumulten nach dem Sieg der deutschen Mannschaft im Viertelfinale gegen Argentinien. «Ich wurde dafür gesperrt, dass ich mich gewehrt habe, nachdem ich zwei Mal geschlagen und einmal getreten wurde», sagte Frings. Er betonte: «Das würde ich sofort wieder machen.» Der Argentinier Leandro Cufre, der die Tumulte mit einem Tritt gegen Per Mertesacker ausgelöst hatte und dafür die Rote Karte sah, müsste für zwei Jahre gesperrt werden, erklärte Frings.

    Seine Zwangspause am vergangenen Dienstag gegen Italien bezeichnete der Bremer als «Hölle». Trotzig richtete er aber auch schon den Blick nach vorne, über das Spiel um Platz drei am Samstag in Stuttgart hinaus. Das neue Ziel sei die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. «Jetzt werden wir halt Europameister!» (nz)




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