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  • Lehmann würde Kahn Platz machen
    06. Jul 2006 13:04, ergänzt 21:55

    Jens Lehmann
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Nationaltorhüter Jens Lehmann würde im Spiel um den dritten Platz einem Kollegen den Platz im deutschen Tor überlassen. Für Verteidiger Per Mertesacker ist die WM hingegen vorzeitig beendet.
     
    National-Torhüter Jens Lehmann würde den Posten im deutschen Tor im Spiel um den dritten Platz am Samstag gegen Portugal seinem einstigen Rivalen Oliver Kahn überlassen. «Wenn die Trainer das so entscheiden würden, würde ich das akzeptieren. Das hat er verdient. Es wäre sicher auch für ihn ein schöner Abschluss», sagte Lehmann auf der DFB-Pressekonferenz in Berlin. Auch Torwarttrainer Andreas Köpke kann sich einen Einsatz von Kahn vorstellen. «Die Chance ist schon groß, dass Oliver spielt. Es wäre auch eine supergroße Geste an Kahn für die vergangenen sieben Wochen, in denen er sich vorbildlich verhalten hat», sagte Köpke der Nachrichtenagentur dpa. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Kahn sagte der «Bild»-Zeitung: «Ich sehe das nicht als Almosen. Ich freue mich. Für mich hat auch der dritte Platz bei einer Weltmeisterschaft einen großen Wert.»

    «Können nichts fordern»

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  • Ähnlich wie andere Spieler vor ihm und auch die DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger, sprach sich Lehmann für eine Fortsetzung der Arbeit von Bundestrainer Jürgen Klinsmann aus. «Wenn er sich entscheiden würde, nicht weiter zu machen, wäre die Enttäuschung sicher sehr groß», sagte Lehmann, der einräumte, dass die Spieler von «Klinsmann nichts fordern können». Andererseits wisse der 41-Jährige, dass die Mannschaft gerne mit ihm weiter arbeiten würde.

    Derselben Überzeugung ist auch Angreifer Miroslav Klose, der Klinsmann als «ganz großen Baustein» für das erfolgreiche Abschneiden der Deutschen bei der WM im eigenen Land bezeichnete. «Er hat Faszinierendes aufgebaut», sagte der fünfmalige WM-Torschütze: «Natürlich wünscht sich jeder Spieler, dass er weitermacht.»

    Sein Kollege Lehmann wähnt den Bundestrainer in einem «Dilemma». Klinsmann habe gegenüber seiner Elf durch seine neuen Trainingsmethoden «eine Abhängigkeit geschaffen», so Lehmann. Klinsmann habe keine leichte Entscheidung vor sich. In der Vergangenheit habe der Wahl-Amerikaner häufig den Spagat zwischen seiner Familie und den beruflichen Anforderungen sowie der damit verbundenen Kritik vor der WM schaffen müssen.

    Abschied auf der Fan-Meile

    Über seine eigene Zukunft schwieg sich die Nummer eins im deutschen Tor aus. Darüber wolle er sich nach der WM Gedanken machen. Lehmann räumte ein, dass er immer noch damit beschäftigt sei, das verlorene Spiel gegen die Italiener zu verarbeiten. «Meine Stimmung ist noch schlechter, als direkt danach», sagte der Torhüter von Arsenal London: «Nach dem Spiel Frankreich gegen Portugal habe ich realisiert, was es heißt, so eine Finalchance zu verpassen.». Lehmann sagte, er fühle sich nach 50 Wochen ohne mehr als zwei Tage Pause «kaputt».

    Per Mertesacker wird das Spiel am Samstag nicht bestreiten können. Der Abwehrspieler von Hannover 96 war bereits am Donnerstag nach München gereist, um dort wegen einer Schleimbeutelentzündung an der linken Ferse operiert zu werden.

    Nach dem Spiel gegen Portugal wird sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag in Berlin noch einmal ihren Fans präsentieren. Am Tag nach dem Spiel um den dritten Platz in Stuttgart gegen Portugal wollen sich Kapitän Michael Ballack und seinen Kollegen ab 12.00 Uhr auf der Fanmeile der Hauptstadt von ihren Anhängern verabschieden. Das teilte DFB-Mediendirektor Harald Stenger mit. Dieser WM- Abschied sei ein Wunsch der Spieler gewesen. (nz)




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