Klinsmann rechnet mit Frings-Einsatz
Es gebe aber auch kein Problem für den Fall, dass Frings gesperrt wird, da der DFB immer so plane, dass andere Spieler parat stehen. «Wir sind auf alle Situationen vorbereitet», so Klinsmann. Das Vorpreschen der Italiener in Sachen Frings sei «eine Polemik, die zum Spielchen dazu gehört», sagte Klinsmann. «Immerhin stehen wir in einem WM-Halbfinale.»
«Torsten Frings weiß genau, dass die ganze Mannschaft hinter ihm steht», sagte Philipp Lahm. Dem Kollegen würde daher es nichts nützen, «wenn jeder zum ihm gerannt käme». Außerdem zweifle sowieso keiner in der Mannschaft daran, dass Frings gegen Italien spielt.
Im Hinblick auf das Halbfinale gegen den großen Gegner Italien bleiben die Deutschen gelassen, obwohl einiges für die Italiener spricht. Das letzte Länderspiel im März ging 1:4 verloren, außerdem hat noch keine DFB-Elf bei einer WM die Italiener schlagen können. Genau das sieht Ballack aber als Vorteil. «Es ist wunderbar, dass alle Vorzeichen gegen uns sprechen», sagte er grinsend. Klinsmann kündigte an: «Sollte es zum Elfmeterschießen kommen, sind wir sehr optimistisch».
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) soll bis 13 Uhr eine Stellungnahme dazu abgeben. «Wir sind mitten dabei, die Stellungnahme anzufertigen», berichtete Georg Behlau, Chef des Büros Nationalmannschaft, am Montagvormittag der Nachrichtenagentur dpa.
Frings selbst beteuerte seine Unschuld. Der angeblich geschlagene Julio Cruz entlastete Frings. Er sei nicht geschlagen worden, beziehungsweise habe keinen Schlag gespürt, sagt der argentinische Nationalspieler der italienischen Zeitung «Gazzetta dello Sport». (nz)

