Nationalelf muss um Frings bangen
Frings hat in der Zwischenzeit die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. «Ich habe nichts gemacht», sagte der 29-Jährige der «Kreiszeitung Syke». «Ich habe mich in einem Pulk befunden, in dem alle wild um sich geschlagen haben. Ich habe selber zwei Schläge abbekommen. Da habe ich zu meinem Schutz die Hände nach vorne gestreckt, mehr war nicht.»
«Ich kenne die Details noch nicht. Man muss die Entwicklung abwarten», erklärte Theo Zwanziger, Geschäftsführender Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der dpa. DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt sollte noch am Sonntagabend die Interessen des deutschen Verbandes wahrnehmen. Gegen die argentinischen Nationalspieler Leandro Cufre und Maxi Rodriguez hatte die Fifa schon Verfahren eingeleitet.
Die Fifa hatte am Sonntagmorgen noch mitgeteilt, dass es für die deutschen Nationalspieler kein Nachspiel nach den unschönen Szenen im Berliner Stadion geben soll. Allerdings sollte ermittelt werden, ob sich eventuell Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff durch sein Eingreifen etwas zu Schulden kommen lassen habe und noch sanktioniert werden könne. «Es wird eine Betrachtung des Verhaltens deutscher Offizieller geben», sagte Siegler zuvor dazu. Fifa-Präsident Joseph Blatter nahm hingegen Bierhoff in Schutz: «Er wollte die Spieler trennen. Dafür sollte er einen Fair-Play-Preis erhalten.»
nz)

