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  • Frings soll zugeschlagen haben
    02. Jul 2006 12:34, ergänzt 19:34

    Oliver Bierhoff (r.) nach dem Argentinien-Spiel
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Die deutschen Spieler müssen nach den Tumulten des Argentinien-Spiels keine Sperre fürchten. Allerdings zeigen TV-Bilder aus Italien, dass ein DFB-Akteur die Fäuste gebraucht hat.
     
    Für die deutschen Nationalspieler wird es nach den Tumulten am Ende der WM-Viertelfinalpartie gegen Argentinien kein disziplinarisches Nachspiel durch den Fußball-Weltverband Fifa geben. Dafür wird geprüft, ob sich eventuell Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff durch sein Eingreifen etwas zu Schulden kommen lassen hat und noch sanktioniert wird. Außerdem fordern die Italiener Strafmaßnahmen gegen Torsten Frings, weil dieser auf einem Foto zu sehen sein soll, wie er einen Argentinier schlägt.

    Dringlichkeit bleibt bestehen

    Mehr in der Netzeitung:
    «Es wird eine Betrachtung des Verhaltens deutscher Offizieller geben», erklärte Fifa-Mediendirektor Markus Siegler am Sonntag in Berlin. Die Dringlichkeit, dass die Fifa-Disziplinarkommission noch vor dem Halbfinalspiel gegen Italien am Dienstag in Dortmund eine Entscheidung zu dem Fall treffe, bleibe.

    Bierhoff hatte bei den zum Teil tätlichen Auseinandersetzungen am Freitag auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions nach eigenem Bekunden zwischen den aufgebrachten Spielern zu schlichten versucht. «Wir sind noch nicht da, wo ein Verfahren beginnt, sondern wir sind bei der Betrachtung der unangenehmen Vorkommnisse», sagte Siegler und betonte: «Im Grunde genommen ist das Spielfeld für die Spieler da, doch wir haben auch Verständnis, wenn Offizielle zur Gratulation und zum Jubeln hinzukommen.» Dennoch werde überprüft, ob Grenzen überschritten wurden. Die Fifa hat auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einen Bericht zu den Vorfällen angefordert.

    Frings schlägt zu

    Die italienische Zeitung «La Repubblica» veröffentlichte am Sonntag allerdings ein Foto, das Mittelfeldspieler Torsten Frings zeigt, wie er den argentinischen Stürmer Julio Cruz von Inter Mailand ins Gesicht schlägt. Auch das italienische Fernsehen zeigte die Bilder. Von Seiten der Azzurri wurden nun Strafmaßnahmen gegen Frings vor dem Halbfinalduell des WM-Gastgebers gegen die Squadra Azzurra gefordert.

    Matthias Sammer, Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), erklärte in Anbetracht der Bilder von der Frings-Tätlichkeit in der ARD, dass das Verursacherprinzip nicht außer acht gelassen werden dürfe.

    Untersuchung gegen argentinische Spieler

    Bereits eingeleitet wurde ein Disziplinarverfahren gegen den argentinischen Spieler Maxi Rodriguez. «Er hat den deutschen Spieler Bastian Schweinsteiger attackiert», erklärte Siegler. Mit einer harten Strafe muss sein Mannschaftskollege Leandro Cufre rechnen, der von Schiedsrichter Lubos Michel (Slowakei) nach dem Elfmeterschießen des Feldes verwiesen wurde. Der argentinische Reservist hatte Abwehrspieler Per Mertesacker auf dem Weg zu seinen deutschen Mitspielern mit einem Fußtritt zu Boden gestreckt. (nz)




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