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  • Scout Siegenthaler schwört DFB-Elf ein
    22. Jun 2006 11:27, ergänzt 12:09

    Michael Ballack (l.) und Philipp Lahm
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Die Vorbereitungen für das Achtelfinale gegen Schweden laufen nicht nur auf dem Platz hochtourig. Chefscout Urs Siegenthaler hat bereits ganze Arbeit geleistet.
     
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat am Donnerstag die konkrete Vorbereitung auf das WM-Achtelfinale gegen Schweden in Angriff genommen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat von Chefscout Urs Siegenthaler ein umfassendes Profil des Gegners erstellen lassen, das den Spielern in Video-Sitzungen vermittelt werden soll. Am Abend wird die praktische Umsetzung auf dem Trainingsplatz geübt.

    Klinsmann zuversichtlich

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  • Klinsmann sieht dem ersten K.o.-Spiel am Samstag (17.00 Uhr, live im ZDF und Premiere) in München mit großer Zuversicht entgegen. «Wir können mit breiter Brust in das Spiel gegen Schweden gehen.» Er sagte aber auch: «Das Turnier geht jetzt erst richtig los. Wir müssen uns noch steigern.»

    Mit einem Sieg gegen Schweden würden sich Kapitän Michael Ballack & Co. auch die ersten WM-Prämien sichern. 50.000 Euro würde der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei einem Einzug ins Viertelfinale an jeden der 23 Akteure zahlen. Der Titelgewinn würde mit der Rekord- Prämie von jeweils 300.000 Euro honoriert.

    Bereits am Freitag wird das deutsche Team am frühen Nachmittag von Berlin nach München fliegen und dort am Abend das Abschlusstraining bestreiten. Alle 23 Akteure sind nach derzeitigem Stand einsatzfähig. Klinsmann wird im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Ecuador aber wohl nur eine personelle Umstellung vornehmen. Für den im letzten Spiel der Vorrunde wegen einer drohenden Gelb-Sperre geschonten Christoph Metzelder muss Robert Huth wieder zurück auf die Bank. Das hatte Klinsmann bereits angekündigt.

    Sportpsychologe mit dabei

    Bislang präsentierten sich die deutschen Fußballer nicht nur körperlich topfit, Jürgen Klinsmann sieht sie auch mental für das erste «Nervenspiel» gegen Schweden gewappnet. Denn neben den US-Fitnesstrainern gehört in Hans-Dieter Hermann erstmals bei einem großen Turnier auch ein Sportpsychologe zum Betreuerteam der Nationalmannschaft.

    Klinsmann holte den Dozenten an der Universität Heidelberg vor anderthalb Jahren in seinen Stab. «Die Mannschaft ist nicht nur körperlich stabil und gut drauf», betonte der Bundestrainer, «sondern sie ist auch mental auf diese WM gut vorbereitet.» Klinsmann sieht sein Team präpariert, um auch einmal einen Rückstand zu verkraften. «Wir haben über diese Situation schon öfter gesprochen. Uns wäre nicht bange davor. Man muss den Glauben haben, Spiele herumreißen zu können, wenn es sein muss, auch in der 92. Minute. Diese Überzeugung haben wir.»

    «Eine WM wird auch im Kopf entschieden», sagt Hermann. Aber im Gegensatz zu Technik, Taktik und Kondition ist die psychologische Leistungs-Komponente schwerer zu fassen. Hermann erläutert es so: «Entscheidend ist, dass man als Spieler einen Werkzeugkoffer in der Hand hat und weiß, wie man sich psychologisch regulieren kann zu gewissen Zeitpunkten.» Ein Elfmeterschießen etwa, das über das Weiterkommen entscheiden könnte, werde nicht mit den Füßen gewonnen, sondern in erster Linie mit dem Kopf. «Das sind 80 bis 90 Prozent Psychologie. Denn schießen können alle.» (nz)





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