Zwanzigers Begeisterung für Klinsmann steigt
22. Jun 2006 09:25, ergänzt 09:40
 |  Theo Zwanziger (l.) und Jürgen Klinsmann | | Foto: dpa |
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DFB-Präsident Theo Zwanziger will Jürgen Klinsmann nicht bedrängen, «aber daran arbeiten», ihn als Bundestrainer zu halten. Die Faszination der WM sei jetzt schon gesichert.
Zwei Tage vor dem Achtelfinal-Spiel der Weltmeisterschaft gegen Schweden hat der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger den Willen seines Verbandes unterstrichen, Jürgen Klinsmann als Bundestrainer behalten zu wollen. «Ich will, dass es mit ihm weiter geht», sagte Zwanziger in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Er werde ihn nicht bedrängen, «aber daran arbeiten».
«Ich bin mehr als zufrieden»
Zwanziger forderte dazu auf, die junge deutsche Mannschaft «nicht nur danach zu beurteilen, ob sie das Achtelfinale schafft oder das Viertelfinale. Ich bin mehr als zufrieden damit, was Jürgen Klinsmann jetzt schon zustande gebracht hat». Entscheidend sei die Spielweise. «Das Fußballspiel kann nur gewinnen durch die Philosophie, die Jürgen Klinsmann mit viel Erfolg in die Mannschaft gebracht hat. Das führt zu den wunderbaren Emotionen, die wir jetzt erleben.» Für Zwanziger ist «entscheidend, dass sich Jürgen Klinsmanns Spielweise fortpflanzt». Selbst wenn die WM «unglücklich für uns enden sollte - die Faszination dieser WM ist gesichert», sagte Zwanziger. «Es kann keine Spielweise mehr eingeführt werden, die in erster Linie darin besteht, das eigene Tor zu schützen - ob der Bundestrainer nun Klinsmann heißt oder nicht.»
Zwanziger sagt schwarze Zahlen voraus Im weiteren Verlauf des Interviews sagte Zwanziger dem Organisationskomitee der Fußball-WM einen finanziellen Gewinn voraus. «Es werden schwarze Zahlen». Entscheidend dafür ist der Mehrverkauf von Eintrittskarten, die im Etat von 430 Millionen Euro mit 200 Millionen Euro veranschlagt worden waren. Dabei war ein 95-prozentiger Verkauf der rund drei Millionen Tickets eingeplant. Tatsächlich zeichnet sich eine Quote von mehr als 99 Prozent ab.«Der Überschuss wird ganz interessant sein, und mit diesem Geld wird es auch noch einmal einen Schub in die Leistungszentren der Bundesliga-Clubs geben», sagte Zwanziger. Die Liga werde ebenfalls am Gewinn beteiligt, «und auch sie wird das Geld gemeinnützig in die Förderung investieren». Der OK-Etat setzt sich auf der Einnahmenseite neben dem 200-Millionen-Erlös aus den Tickets noch aus der Fifa-Zahlung von 170 Millionen Euro und 60 Millionen Euro aus den Zuwendungen der sechs nationalen Sponsoren zusammen. (nz)
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