Klinsmann: «Können zurückschlagen»
21. Jun 2006 12:59, ergänzt 13:11
 |  Jürgen Klinsmann | | Foto: dpa |
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Jürgen Klinsmann sieht die DFB-Elf nach der Vorrunde gerüstet für den weiteren Turnierverlauf. Besonders mental hält der Bundestrainer sein Team vor dem Achtelfinale gegen Schweden für gereift.
Jürgen Klinsmann hat sich nach dem Gruppensieg der DFB-Elf sehr zufrieden mit der Leistung der deutschen Mannschaft gezeigt. «Wir sind in den letzten Wochen gewachsen und haben auch teilweise sehr beeindruckende Spiele gezeigt», sagte der Bundestrainer auf der Pressekonferenz des DFB in Berlin: «Das gibt uns das Selbstvertrauen und die Motivation, gegen Schweden mit breiter Brust anzutreten.»
«Hoher Respekt»
Im selben Atemzug stimmte Klinsmann die Öffentlichkeit auf die Schwierigkeiten des bevorstehenden Achtelfinals gegen die schwedischen Elf und mögliche weitere Turnierrunden ein: «Wir müssen uns steigern. Jetzt erwarten uns sehr, sehr schwere Spiele. Das Turnier geht jetzt erst richtig los mit den K.o.-Runden». Bereits der Achtelfinal-Konkurrent Schweden sei ein Gegner, «vor dem wir hohen Respekt haben. Das ist eine Mannschaft, die in Europa und in der Welt ein Wort mitreden kann.»Gleichwohl sieht der Bundestrainer sein Team auf die kommenden Spiele sowohl physisch als auch im mentalen Bereich gut vorbereitet. Nach vier Fitnesstests, die Klinsmann für nicht befriedigend erachtet hatte, habe der DFB-Trainerstab die Elf köperlich «auf ein internationales Niveau gebracht.». Auch im psychischen Bereich sieht Klinsmann deutliche Fortschritte: «Die Jungs sind reifer geworden. Wir haben den Glauben und die Überzeugung, ein Spiel in der 92. herumreißen zu können.» Klinsmann geht davon aus, dass seine Mannschaft sich auch von einem Rückstand nicht beeindrucken lassen würde: «Ich glaube nicht, dass uns das aus der Ruhe bringen würde. Wir sind in der Lage zurückzuschlagen.»
Friedrich wehrt sich Auf der selben Pressekonferenz setzte sich Verteidiger Arne Friedrich gegen die harsche Kritik der letzten Wochen zur Wehr: «Ich bin damit klar gekommen, auch wenn es für mich ein neues Gefühl war, so herausgepickt zu werden.» Er habe seine Leistung inzwischen stabilisiert, glaubt der Abwehrspieler von Hertha BSC Berlin. «Ich kann flanken, das habe ich oft genug bewiesen», entgegnete er auf den Vorwurf, im WM-Verlauf zahlreiche Flanken hinter das gegnerische Tor gespielt zu haben. Seine Aufgabe sei im übrigen nicht die Torvorbereitung, sondern «hinten zu null zu spielen», betonte Friedrich.Die Gefahr, dass die guten Spiele der Vorrunde ihn und seine Mannschaftskollegen übermütig werden ließen, sieht der Abwehrspieler nicht: «Wir werden nicht abheben, da sorgen die Trainer schon dafür.» (nz)
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