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Berliner muntern Berliner auf
21. Jun 2006 09:27
 |  Robert Huth klärt gegen Felix Borja. | | Foto: dpa |
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Robert Huth und Arne Friedrich hatten einen schönen Abend im Berliner Olympiastadion. Tausende Zuschauer machten ihnen während des Spiels gegen Ecuador Mut.
Von Dorothea Jantschke, BerlinSo viel Freundlichkeit war Robert Huth schon lange nicht mehr gewöhnt. Der deutsche Nationalverteidiger wurde am Dienstagabend von gut 70.000 deutschen Fans im Berliner Olympiastadion bei seinem ersten WM-Auftritt mit Argusaugen verfolgt. Wann immer der 21-Jährige den Ball berührte oder einen ecuadorianischen Spieler stoppte, raunte die Menschenmasse «Huthuthuth». «Es war wunderschön, wie das Publikum hinter uns gestanden hat», sagte Huth nach dem 3:0.
In London erwachsen geworden
Huth ist gebürtiger Berliner. Der 1,91 Meter große Defensivspezialist wuchs in der Plattenbausiedlung Marzahn im Osten der Stadt auf. Im Alter von 16 Jahren verließ er Berlin und seinen Klub 1. FC Union, um in London sein Glück zu finden. Obwohl Huth im Starensemble des FC Chelsea kaum zu Einsätzen kam, hat er viel gelernt. «Ich bin schnell erwachsen geworden», sagt Huth. Außerdem entdeckte Bundestrainer Jürgen Klinsmann ihn für die Nationalmannschaft.Einen Stammplatz in der WM-Startelf fordert Huth, der vor wenigen Tagen einen Fünf-Jahres-Vertrag beim FC Middlesbrough unterschrieb, trotz guter Leistung im Spiel gegen Ecuador nicht. Der Berliner ersetzte Christoph Metzelder optimal und fand: «Ich habe mir sicher keine Steine in den Weg gelegt für die nächsten Spiele.» Wichtiger als der persönliche Erfolg ist ihm aber das Team: «Ich will der Mannschaft helfen, egal ob auf der Bank oder auf dem Feld». Einer der bis jetzt drei Mal die Hymne mitsingen durfte, ist Arne Friedrich. Der Profi von Hertha BSC war nach dem Auftaktspiel gegen Costa Rica (4:2) für die beiden Gegentore verantwortlich gemacht worden. Gegen Polen (1:0) und Ecuador zeigt der rechte Verteidiger allerdings eine fehlerlose Defensivleistung. «Arne Friedrich», sang das Publikum und zeigte dem 27-Jährigen, dass er in Berlin nicht nervös sein muss.
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