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  • Ballack: «Wir sind bereit»
    21. Jun 2006 08:56, ergänzt 10:39

    Michael Ballack gratuliert Jens Lehmann (l.).
    Bild vergrößern
    Foto: AP
    Michael Ballack hat im Spiel gegen Ecuador den zweiten Treffer durch Miroslav Klose vorbereitet. Über seine eigene Rolle in der DFB-Elf sagt der Kapitän: «Ich bin einer von elf Spielern.»
     
    Frage: Herr Ballack, seit Sie mitspielen, ist die deutsche Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft ohne Gegentor. Liegt das auch an Ihnen?

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  • Michael Ballack: Ich bin einer von elf Spielern. Wir gewinnen als Gruppe, da hat jeder seinen Anteil dran. Es war aber wichtig, dass wir erkannt haben, dass wir hinten gut stehen müssen. Sicherlich haben wir beim Confed Cup viele Tore geschossen, aber durch eine gute Defensive gewinnt die Mannschaft mächtig an Sicherheit. Wir sind ja trotzdem in der Lage, Tore zu schießen. Zwischen dem Saisonende und der WM hat sich wirklich jeder im Team stark verbessert – in kürzester Zeit.

    Frage: Reicht das auch gegen die kommenden Gegner?

    Ballack: Ab jetzt kann es nur noch schwerer werden. In der K.o.-Runde kann jeder Fehler das Ausscheiden bedeuten. Wir haben gegen Polen und Ecuador wenig zugelassen. Aber wir wissen auch, dass jetzt härtere Brocken kommen.

    Frage: Ist Ihnen Schweden oder England lieber als nächster Gegner?

    Ballack: Für uns ist wichtig, dass wir Selbstvertrauen getankt haben, das Grundvoraussetzung. Wir haben alle drei Spiele gewonnen, und wir sind gerüstet. Wir sind fit, wir sind schnell, die Zuschauer gehen mit. Alles läuft optimal. Um uns weiter zu steigern, und Gegner wie Schweden, England und andere zu besiegen, brauchen wir aber natürlich das Publikum. Wir sind bereit, einen großen Gegner zu schlagen.

    Frage: Sie sind viel getreten worden in diesem Spiel, mussten einmal sogar behandelt werden. Sie selbst mussten sich allerdings arg zurückhalten, weil Sie gelb-belastet waren...

    Ballack: Es fiel mir recht leicht, weil ich wusste, dass noch eine Gelbe Karte das Aus fürs Achtelfinale bedeutet. Klar, dass ich da nicht zurück foule. Für mich ist es schön, dass ich durch das Spiel durchgekommen bin, und nun freue ich mich, dass ich im Achtelfinale dabei bin.

    Frage: Die Fifa hat Sie zum «Man of The Match» (Bester Spieler des Spiels) ernannt. Sind Sie stolz auf diese Auszeichnung?

    Ballack: Ich habe mit unserem Pressesprecher Harald Stenger schon geflachst, warum ich wohl «Man of the Match» geworden bin – vielleicht weil ich so beherzt in Zweikämpfe gegangen bin (lacht). Natürlich freut mich das, obwohl ich kein Tor geschossen habe. Miro Klose hat zwei gemacht, da liegt es eigentlich nahe, dass er ausgezeichet wird.

    Frage: Warum sind Sie nach dem 2:0 nicht aus dem Spiel gegangen und haben sich für das Achtelfinale geschont?

    Ballack: Es war kein Thema für mich, in der Pause raus zu gehen. Ich bin Fußballer durch und durch, und will immer spielen.

    Das Interview mit Michael Ballack wurde von Dorothea Jantschke aufgezeichnet.




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