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  • Klinsmann: «Unsere Arbeit greift»
    16. Jun 2006 13:04, ergänzt 19:17

    Jürgen Klinsmann (r.), David Odonkor
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Jürgen Klinsmann sieht sich durch den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale in seinen Arbeitsmethoden bestätigt. Dem Bundestrainer ist aber klar, dass er nur dann glaubwürdig bleibt, wenn sich bei der WM der gewünschte Erfolg einstellt.
     
    Von Michael Langenwalter, Berlin

    Für seine Arbeit mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann gleich bei seinem Amtsantritt ein klares Ziel gesetzt. «Wir wollen glaubwürdig sein. Und wir wollen mit dieser Mannschaft eine Identität aufbauen.» Nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale bei der Fußball-WM glaubt sich der 41-Jährige in dieser Beziehung «auf einem guten Weg», wie Klinsmann bei der Pressekonferenz am Freitag im Berliner ICC sagte. Er verweist auf die Begeisterung, die der Offensivfußball der DFB-Elf nach den ersten beiden erfolgreichen WM-Spielen in der Bevölkerung ausgelöst hat.

    «Befinden uns im Tagesgeschäft»

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  • Der im Vorfeld der WM viel gescholtene Bundestrainer genießt die augenblickliche Situation. «Es ist schön zu sehen, wenn man diese Anerkennung bekommt für seine Arbeit.» Klinsmann, der wegen seiner teilweise ungewöhnlichen Methoden vor der WM und auch noch während des Turniers teilweise scharf angegriffen wurde, sagte: «Es ist wichtig, dass die Arbeit greift, die wir in Gang gesetzt haben.« Eine innerliche Befriedigung gegenüber seinen Kritikern empfindet der Wahl-Amerikaner aber nicht. »Es ist gibt da keinerlei Genugtuung».

    Klinsmann ist sich allerdings klar bewusst, dass die derzeitige Euphoriewelle nur als Momentaufnahme zu werten ist. «Wir sind froh, dass der Grundstein gelegt ist. Aber wir befinden uns im Tagesgeschäft«. Und da zählt nur das nächste Spiel. So geht denn die Blickrichtung bereits wieder nach vorne, wie der Trainer betonte.

    «Langer und schwerer Weg»

    Im Falle der deutschen Elf ist dies die dritte Partie am Dienstag gegen Ecuador, bei dem in der Gruppe A Platz eins ausgespielt wird. Das wird »ein sehr, sehr schweres Spiel«, warnt Klinsmann, der unbedingt als Gruppenerster weiterkommen will. Die Südamerikaner hätten bei der WM gezeigt, warum sie in ihrem Verband inzwischen die drittstärkste Kraft sind. Diese neue Herausforderung, die ja schon Playoff-Charakter hat, kommt dem deutschen Cheftrainer gerade recht. »Wir werden das Spiel sehr ernst und konzentriert angehen.« Das wird auch notwendig sein. Denn nur mit einem Erfolg kann die deutsche Mannschaft Ecuador vom ersten Tabellenplatz verdrängen. Und der Gegner hat bereits angekündigt, selbst auf Sieg spielen zu wollen. Klinsmann kündigte an, dass die beste Elf in Berlin auf dem Platz stehen wird. »Wir wollen den Rhythmus beibehalten.«

    Schließlich soll die WM für die deutsche Mannschaft nicht schon im Achtelfinale zu Ende sein. Zwar ist die erste Alles-oder-Nichts-Partie des Turniers für Klinsmann derzeit kein Thema (»uns interessiert nur Ecuador«). Doch die Planungen gehen längst viel weiter. «Wir wissen sehr wohl, da kommt noch ein langer und schwerer Weg auf uns zu.»

    24 Stunden Auszeit

    Die DFB-Elf bekam nach dem Vormittagstraining am Freitag einen freien Tag. Einige Spieler werden in Berlin bleiben und ihre Familien oder sich mit ihren Freundinnen treffen. Andere wiederum nutzen die wenigen Stunden zu einer Stippvisite nach Hause. Nächster Treffpunkt der DFB-Elf ist das Training am Samstag um 18 Uhr.




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