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  • Berliner WM-Beauftragter schoss sich in Kopf
    10. Jul 2006 21:36

    Jürgen Kießling
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Der WM-Beauftragte des Berliner Senats hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Kurz nach dem Endspiel richtete er eine Pistole gegen sich. Er überlebte schwer verletzt.
     
    Der Fußball-WM-Beauftragte des Berliner Senats, Jürgen Kießling, wollte Selbstmord begehen. In der Nacht zu Montag hat der 65-Jährige sich in seinem Haus im Bezirk Reinickendorf mit einer Pistole in den Kopf geschossen. Das bestätigte die Polizei.

    Mehr in der Netzeitung:
    Das Motiv der Tat wurde zunächst nicht bekannt. Laut Berichten der «Berliner Zeitung» hatte ein Nachbar um kurz nach Mitternacht einen Schuss gehört. Ein Notarzt habe den Verletzten dann ins Virchow-Klinikum gebracht. Sein Zustand sei dem Vernehmen nach ernst.

    Der Senatsbeamte hat nach Angaben der Polizei zwei Abschiedsbriefe hinterlassen. Die Staatsanwaltschaft war für eine Auskunft zunächst nicht zu erreichen.

    Kießling war maßgeblich an der Organisation der Fußball-WM in Berlin beteiligt. Senatssprecher Michael Donnermeyer zeigte sich schockiert. Zwei Jahre habe er intensiv mit Kießling zusammengearbeitet, sagte er der Zeitung. «Er hat alles gemacht», sagte Donnermeyer. Behördenintern wurde Jürgen Kießling «Mister WM» genannt, hieß es.

    Verhandlungen mit dem Weltfußballverband Fifa, die Suche nach Trainingsstätten für die Teams, die Vorbereitungen für das Fan-Fest, die Klärung der Besucher-Anfahrt zum Stadion - all diese Aufgaben fielen ganz oder teilweise in den Verantwortungsbereich Kießlings. Er fungierte auch als Sprecher aller zwölf WM-Städte in Deutschland. (nz)




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