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  • Victoria Beckham stiehlt Spielerfrauen Show
    22. Jun 2006 11:02

    Deutsche Spielerfrauen
    Bild vergrößern
    Foto: dpa
    Victoria Beckham sorgt während der WM für viel Aufsehen, lässt sich gern mit Foto-Handys fotografieren. Der Glamour-Faktor der deutschen Spielerfrauen fällt dagegen kaum ins Gewicht.
     
    Von Caroline Bock

    Victoria Beckham hat zwei Berufsschüler im badischen Sinzheim sehr glücklich gemacht. In einem Supermarkt ging das Ex-Spice-Girl Plastikfußbälle kaufen und ließ sich dabei von den jungen Männern mit dem Fotohandy ablichten. Diese verkauften die Bilder für ein schönes Taschengeld an die Presse.

    Begehrtes Bildmotiv

    Mehr in der Netzeitung:
    Die Frau des englischen Starkickers David Beckham ist bei dieser Weltmeisterschaft wohl mit Abstand die schillerndste der Spielerfrauen. Im Englischen heißen diese auch «WAGS» («Wives and Girlfriends») und sind begehrtes Bildmotiv der Paparazzi. Die besseren Hälften der deutschen Spieler sind vergleichsweise dezent, der «Versace-Faktor» ist niedrig.

    Sie heißen Simone, Petra oder Linn: Kaum jemand hier zu Lande weiß, von wem sich Michael Ballack, Torsten Frings oder Arne Friedrich trösten lassen, wenn es mit der Wade, der Viererkette oder der Abwehr im allgemeinen nicht klappt. Spielerfrauen? «Ich mag das Wort eigentlich nicht, weil dabei jeder an blond und blöd denkt. Aber das sind wir ja nicht. Wir sind zufällig die Frauen von Männern, die Fußball spielen, mehr nicht», sagte Petra Frings im «Stern».

    Sieht man von den Schlagzeilen um Oliver Kahn ab, hört man von den Frauen des Klinsmann-Teams tatsächlich wenig. Kapitän Ballack hat mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Simone Lambe drei Kinder, mit seinen 29 Jahren ist er damit ein grundsolider, junger Familienvater. Heiraten will er auch. «Wir hatten noch keine Zeit», verriet er kürzlich.

    Kein Skandal in Sicht

    Bilderschau:
    Torwart Jens Lehmann hat mit seiner Frau Conny gerade eine kleine Tochter bekommen, damit sind sie jetzt zu fünft. Keine Skandale in Sicht: Bei der Partie gegen Ecuador in Berlin standen die Spielerfrauen einträchtig im «Germany»-Top nebeneinander und sahen ihren Männern bei der Arbeit zu. Ab und zu dürfen sie auch ins Quartier der Mannschaft im Schlosshotel Grunewald.

    Der Blitzlichtfaktor ist bei anderen Nationalmannschaften größer. Kaum vorstellbar, dass Ballacks Hochzeit einmal ein ähnliches Echo auslöst wie die Trauung von Italiens Frauenschwarm Francesco Totti und TV-Moderatorin Ilary Blasi, die in Rom ein Verkehrschaos verursachte. Ronaldos Freundin, Model Raica Oliveira, posierte im Bikini-Fußballdress für die Presse, die sie aus - für Männer wohl ersichtlichen Gründen - «The Sensation» getauft hat. Sylvie van der Vaart, Frau des niederländischen Mittelfeldspielers Rafael van der Vaart, wurde mit einer riesigen Sonnenbrille abgelichtet, ähnlich wie Victoria Beckham.

    Diese fiel in einer Stilkritik der «Süddeutschen Zeitung» durch. «Vor Victoria Beckham wussten die Spielerfrauen dieser Welt gar nicht, dass man ruhig Versace-Schuhe zu einem Versace-Kleid mit einer Versace-Sonnenbrille kombinieren kann. Und sich, falls es kalt wird, einfach einen Versace-Schal drüber werfen kann.» Auch Colleen McLoughlin, Wayne Rooneys Gefährtin, kam nicht besser weg: «Hotpants zur Haartolle zur Diortasche zur Riesenbrille zu Lack-Kork-Plateau- Peep-Toes. Oh Dear.»

    Gaby Schuster, Bianca Illgner und Co.

    In Deutschland sollen zu ihrer Zeit Spielerfrauen wie Gaby Schuster und Bianca Illgner, die als knallhart galten, manche Geschäftspartner ins Schwitzen gebracht haben. In der einschlägigen Fußball-Literatur findet sich auch die Anekdote, dass bei Cheruskia Bielefeld die Frauen einst als Tor dienen mussten, in dem sie eine Wäscheleine als Torlatte hochhielten.

    Später müssen die Zeiten besser gewesen sein. Ilka Seeler machte vor kurzem ihrem Mann, «Uns Uwe» Seeler, nach 47 Jahren Ehe eine Liebeserklärung im «Hamburger Abendblatt»: «Schwächen kenne ich keine an ihm.» Als er 1972 mit dem Fußball aufhörte, sei auch sie sehr traurig gewesen. «Ich bin seit dieser Zeit nie wieder im Stadion gewesen.» (dpa)




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