Berliner Polizei darf nicht Flagge zeigen
11. Jun 2006 12:12
 |  Die Fans dürfen, die Polizei nicht: die Autos mit Flaggen schmücken. | | Foto: dpa |
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Auf deutschen Straßen sind seit dem WM-Auftakt immer mehr Deutschland-Fahnen aus den Autofenstern zu sehen. Auch einige Polizisten stiegen auf der Fanmeile in Berlin mit ein - zum Missfallen des Polizeipräsidenten.
Berliner Polizisten dürfen während der Fußball- Weltmeisterschaft an ihren Dienstwagen nicht Flagge zeigen. Die Dienstwagen dürften generell nicht geschmückt werden, sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht des «Tagesspiegels». Die einzige Ausnahme: ein Trauerflor. Die Zeitung berichtete, Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch habe per Dienstanweisung das Anbringen von Fahnen untersagt, nachdem vor allem an vielen Einsatzwagen an der Fanmeile Schwarz-Rot- Gold flatterte.
Polizisten als Sympathieträger ein Problem Polizeibeamte seien zur Neutralität verpflichtet, sagte der Sprecher weiter. Sie könnten im Dienst nicht als Fußballfans unterwegs sein. «Wir wollen zwar keine Spaßbremse sein, aber das Einschreiten der Beamten könnte erschwert werden, wenn sie als Sympathieträger einer Mannschaft auftreten.»Auch für Flughäfen, Bahnhöfe und Rathäuser wurden keine Deutschlandfahnen aus dem Depot geholt, sondern nur knapp 2000 Flaggen mit dem Logo des Welt-Fußballverbandes Fifa aufgehängt. «In der Flaggenverordnung ist geregelt, dass beispielsweise zu National- oder Trauerfeiertagen hoheitlich beflaggt wird, aber nicht zu Sport- und Unterhaltungsereignissen», sagte Martin Steltner, Pressesprecher der Berliner Innenverwaltung, der Zeitung. (nz)
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