Beckenbauer vor neuem Kraftakt
23. Mai 2006 11:27
 |  Franz Beckenbauer | | Foto: dpa |
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Franz Beckenbauer will bei der WM jeden der 32 Teilnehmer mindestens einmal live im Stadion sehen. Dieses Vorhaben erfordert eine ausgeklügelte logistische Planung.
Franz Beckenbauer hat sich bei «seiner» Fußball- Weltmeisterschaft viel vorgenommen. Der Präsident des nationalen Organisationskomitees (OK) wird zwischen dem Eröffnungsspiel am 9. Juni in München und dem Finale am 9. Juli in Berlin einen Monat lang permanent unterwegs sein. Denn der 60-Jährige will bei 48 der insgesamt 64 Spiele live im Stadion dabei sein. «Das ist der Plan», sagte Beckenbauers persönlicher Assistent Marcus Höfl der Nachrichtenagentur dpa.
Logistische Anstrengung
Das Mammutprogramm erfordert eine ausgeklügelte Logistik, bei der Beckenbauers Stab auf die wichtigen Erfahrungen des Confederations Cups im vergangenen Sommer zurückgreifen kann. Bei der Mini-WM vor zwölf Monaten bewährte sich als Reisemittel ein Helikopter, mit dem Beckenbauer zu 12 der 16 Confed-Cup-Partien geflogen war. «Es war schwierig, alles zu schaffen, aber es war nur ein Drittel von dem, was bei der WM auf uns zukommen wird», bemerkte Höfl.Zwei, manchmal sogar drei Spiele stehen in der Vorrunde auf dem Tagesplan; das erste um 15.00 Uhr, das letzte abends um 21.00 Uhr. WM-Sponsor «Emirates» stellt dem OK-Chef einen Hubschrauber exklusiv zur Verfügung. Der Start in den Tag wird in der Regel von Frankfurt am Main erfolgen, wo Beckenbauer mit seinen ständigen Begleitern Fedor Radmann und Höfl nicht zuletzt aus geographischen Gründen sein WM-Hauptquartier aufschlagen wird. Jedes der zwölf deutschen Stadien wird er im Turnierverlauf mindestens zwei Mal anfliegen und dabei auch jede der 32 Mannschaften wenigstens einmal spielen sehen.
Ab dem Achtelfinale bei jedem Spiel
In der Vorrunde, in der die letzten Spiele in den acht Gruppen zeitgleich ausgetragen werden müssen, stehen 32 von 48 Begegnungen auf Beckenbauers Reiseplan. Vom Achtelfinale an will der WM-Chef dann keine der noch 16 Partien verpassen. Diese Vorgabe gilt für das Team des Gastgebers übrigens von Anfang an. «Die deutsche Mannschaft sehen wir mindestens drei Mal - und hoffentlich sieben Mal», sagte Höfl. Für den mobilen Fußball-«Kaiser» wird die WM nicht nur wegen der Reise Strapazen im engen und lauten Hubschrauber ein Kraftakt. Zu den Spielen kommen PR-Termine, OK-Meetings und Medien-Verpflichtungen. Höfl erwartet Arbeitstage von 16 bis 18 Stunden: «Der Tag wird nie vor Mitternacht enden.» (nz)
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