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Materazzi vor Fifa-Kommission

14. Jul 2006 13:59

Marco Materazzi
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Foto: dpa
Die Fifa-Diziplinarkommission hat Marco Materazzi und Zinedine Zidane zum Rapport bestellt. Zuerst hat der italienische Abwehrspieler seine Aussage zur Kopfstoß-Attacke gemacht.
Der italienische Nationalspieler Marco Materazzi hat am Freitag in Zürich vor der Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa ausgesagt. Der 32-jährige Weltmeister, gegen den die Fifa-Kommission am Donnerstag ein Verfahren eingeleitet hatte, bezog Stellung zu der Auseinandersetzung mit dem Franzosen Zinedine Zidane, der im WM-Finale am Sonntag in Berlin nach einem Kopfstoß die Rote Karte gesehen hatte. Materazzi hat zugegeben, Zidane provoziert zu haben. Zu Materazzis Aussagen machte die Fifa keine Angaben.

Zidane zieht nach

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  • «Es werden keine Details des Treffens zwischen Offiziellen der Fifa und Herrn Materazzi bekannt gegeben», teilte Fifa-Sprecher Nicolas Maingot mit. Der Weltverband wolle zunächst die Umstände des Vorfalls im Olympiastadion genau klären. Dazu sei Materazzi vernommen worden. Zidane muss bis zum 18. Juli eine Stellungnahme beim Weltverband einreichen. Beide Akteure sollen darüber hinaus später gemeinsam zur Fifa-Disziplinarkommission nach Zürich bestellt werden. Ob dies wie geplant am 20. Juli geschehen wird, stand zunächst nicht fest.

    Materazzi hatte in einem Interview am Donnerstag erneut eingestanden, Zidanes Ausraster provoziert zu haben. Ohne weitere Details preiszugeben sagte er, er habe Zidanes Schwester, nicht aber dessen Mutter beleidigt. Das wiederum hatte der Franzose am Mittwochabend in einem Interview behauptet. Materazzi sagte darüber hinaus: «Das, was ich gesagt habe, hatte nichts mit Religion, Politik oder Rassismus zu tun.»

    Anwalt interveniert

    Deshalb appellierte Materazzis Berater Claudio Vigorelli an die Fifa, sie möge sich allein mit Zidanes Attacke befassen und diese ahnden. «Das war absolut nicht in Ordnung und muss bestraft werden.» Eine Verurteilung Materazzis würde aus seiner Sicht dagegen einen «schwierigen Präzedenzfall» schaffen. (nz)



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