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Fifa eröffnet Verfahren gegen Materazzi

13. Jul 2006 17:38

Marco Materazzi und der WM-Pokal.
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Foto: dpa
Bis zum 18. Juli muss Zinedine Zidane der Fifa erklärt haben, was genau im WM-Finale vorgefallen ist. Die Aussage des Franzosen soll danach Widersacher Marco Materazzi vorgelegt werden.
Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat am Donnerstag ein Verfahren gegen den italienischen Nationalspieler Marco Materazzi eingeleitet. Das Verfahren wurde auf Grund der ersten Aussagen der Franzosen Zinedine Zidane eröffnet, der im WM-Endspiel am Sonntagabend in Berlin gegen Italien nach einem Kopfstoß gegen Materazzi die Rote Karte gesehen hatte.

Stellungnahme angeordnet

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  • Zidane hatte am Mittwoch in einem Interview erklärt, seine Aktion sei eine Reaktion auf eine wiederholte Provokation des Italieners gewesen. Materazzi hatte zuvor zugegeben, Zidane provoziert zu haben.

    Die Fifa will die Umstände des Vorfalles im Olympiastadion genau klären. Dazu muss Zidane zunächst bis zum 18. Juli eine Stellungnahme einreichen. Danach wird diese Materazzi zur Kenntnisnahme vorgelegt, ehe der Italiener selbst Stellung beziehen muss. Beide Akteure wurden zudem zu einer Gegenüberstellung vor die Disziplinarkommission für den 20. Juli nach Zürich bestellt.

    Unterdessen hat sich der von Zidane per Kopfstoß attackierte Materazzi als Fan des französischen Fußball-Stars geoutet. Zidane sei «sein Held», sagte der Verteidiger in einem Interview der Zeitung «La Gazzetta dello Sport». Zudem sprach Materazzi sich dafür aus, dass dieser die Auszeichnung als bester WM-Spieler behalten darf. «Er war der Beste. Er hat sie für seine Leistungen auf dem Platz bekommen», sagte Materazzi. Fifa-Präsident Joseph Blatter hatte eine Aberkennung der Ehrung Zidanes nicht ausgeschlossen.

    Materazzi betonte erneut, er habe Zidanes Ausraster provoziert. Er habe allerdings Zidanes Schwester, nicht aber dessen Mutter beleidigt, wie es der Franzose am Vortag in einem Interview behauptet hatte. Materazzi: «Das, was ich gesagt habe, hatte nichts mit Religion, Politik oder Rassismus zu tun.» (nz)



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