Marco Materazzi hat die Beleidigung von Zidanes Mutter und Schwester bestritten. Der Italiener schickte nun Grüße an die Mutter des französischen Superstars – die reagierte freilich alles andere als versöhnlich.
Zinedine Zidane hatte in einem TV-Interview die Beweggründe seines Ausrasters im WM-Finale gegen Italien dargelegt. Dabei hatte der scheidende Superstar auch schwere Vorwürfe gegen Marco Materazzi erhoben, er habe seine Mutter und Schwester aufs übelste beleidigt. Der Italiener verteidigt sich nun.
«Ich habe nicht seine Mutter beleidigt»
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«Ich habe niemals Sätze mit Bezügen auf Religion, Politik und Rassismus ausgesprochen. Ich habe auch nicht seine Mutter beleidigt», erklärte der 32-Jährige in einem Interview mit der Sportzeitung «Gazzetta dello Sport».
«Ich habe meine eigene Mutter mit 15 Jahren verloren, und nicht einmal heute kann ich über sie sprechen, ohne dass mir Tränen in die Augen steigen», wird Materazzi zitiert. «Ich könnte niemals eine Mutter beleidigen, und erst jetzt erfahre ich, dass Zidanes Mutter auch gesundheitliche Probleme hat. Ich wünsche ihr eine baldige Genesung», so der Abwehrspieler, der den Ruf eines Raubeines besitzt.
Zidane-Trikot im SchrankSein Verhältnis zu Zidane in der Vergangenheit stellte Materazzi in einem positiven Licht dar. «Bei einem Meisterschaftsspiel Juventus gegen Perugia haben wir sogar das Trikot getauscht. Es hängt noch in meinem Schrank.» Er habe den Spieler Zidane stets verehrt. «Er war der Beste bei der WM. Mit seinen 34 Jahren hat er die Zuschauer begeistert», so Materazzi weiter.
Dass er Zidane provoziert habe, gab Materazzi erneut zu, sagte aber auch: «Ich hätte eine verbale Reaktion, nicht einen Kopfstoß erwartet. Zidanes Kopfstoß hat meine Freude über den Titel-Gewinn nicht ruiniert, sie aber ein wenig gemäßigt.»
Derweil hat sich angeblich Zidanes Mutter Malika zu Wort gemeldet und auf die angebliche Beleidigung «Sohn einer terroristischen Hure» heftig reagiert. Das englische Boulevard-Blatt «Daily Mirror» druckte das Zitat: «Wenn er das gesagt hat, dann schneidet ihm die Eier ab und serviert sie mir auf einem Tablett.» (nz)
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